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Petra Rüdisüli

H2OT JuKi-Exkursion «Sunedörfli» nach Zürich

Platzspitz, Zürich —  H2OT-JuKi Exkursion Sunedörfli<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6322</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Am Sonntag 19. Mai begab sich die JuKi aus Horgen, Oberrieden und Thalwil mit ca. 70 Teilnehmenden auf ihre Exkursion nach Zürich. Thematisch bildete sie den Abschluss des Jahresthema «vom Mueshafe zum Sunedörfli». Im Rondell auf dem Platzspitz hörten wir von einem traurigen Kapitel der Zürcher Geschichte.
Etienne Conod, pensionierter Sozialarbeiter der Sozialwerke Pfr. Sieber, erzählte uns wie er diesen schönen Park zur Zeit des Drogenelends in den 80er und 90er Jahren erlebte, und wie auf die grosse Not reagiert wurde. Engagierte Menschen, darunter viele Christen, pionierhaft auch Pfarrer Ernst Sieber, begannen auf manchmal unbürokratische Weise den Menschen, die am äussersten Rand der Gesellschaft lebten, zu helfen. Das war vor allem medizinische Hilfe für Suchtkranke, Beratung, auch ein Akutspital in unmittelbarer Nähe wurde geschaffen.

Auf unserem folgenden Spaziergang durch das Industriequartier bis zur Langstrasse kamen wir am Sune-Egge (Konradstrasse) vorbei. E. Conod sprach von der Zeit, als er in diesem Spital arbeitete, und warum es auch heute in der reichen Limmatstadt eine solche medizinische Anlaufstelle braucht.

Direkt an der Busstation Militär/Langstrasse befindet sich eine weitere Einrichtung der Sozialwerke Pfr. Sieber (SWS), die Sune-Stube, die sich als ein «Gassenkafi» versteht. Alle Menschen, darunter viele Obdachlose, die Hilfe, Wärme, Essen und Trinken brauchen, sind hier ab 5 Uhr morgens willkommen. Gastfreundschaft – Gemeinschaft – Gespräche sind die Leitworte, die die Arbeit des engagierten Teams begleiten.


Die abschliessende Station war im Kirchgemeindehaus Enge. Mit vier Workshops vertieften wir die Thematik Diakonie. Gestalterische Zeichen setzten die Kinder durch ihre Collagen, auf denen sie das Wirken der SWS und die Not, Licht und Schatten, abbildeten.
Von E. Conod, unserem Zeitzeugen, konnten die Jugendlichen noch viele Episoden und Beispiele hören. Sie erlebten einen Menschen, der sich bewusst für das Helfen entschieden hat.
Menschen, die einen Ausweg suchen aus Krankheit und sozialer Not finden im Sune-Dörfli, zwischen Sihlbrugg und Hirzel gelegen, eine ideale Adresse.

Ein Anwesender erzählte uns vom Sunedörfli, und wie hier Menschen durch Therapien, Übung, Arbeit und Selbstreflexion wieder gesund und auf das selbstständige Leben und Arbeiten in der Gesellschaft vorbereitet werden. Von der Sunestube (Gassenkafi) zum Sunedörfli ist ein weiter Weg, es braucht grossen Willen und Kraft zum Dranbleiben, umso wertvoller ist es für jene, die es schaffen.

Zum Abschluss gab es eine grosse Teilete – wir haben noch selten so ein friedliches Essen mit einer so grossen Gruppe (70 Personen) erlebt, eine echte und würdige Tischgemeinschaft. Wir danken Etienne Conod, F. Huber, unseren JungleiterInnen, den Katechtinnen Monika Deuber und Christa Walthert und freuen auf weitere gemeinsame Unternehmungen.

Pfr. Jürg-Markus Meier



Bereitgestellt: 07.06.2019     Besuche: 26 Monat 
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