Aktuelle Berichte

Monika Deuber

Aus drei wird eins – verbindende Erlebnisse im Schnee

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Zwingliweekend in Wildhaus vom 19.-20. Januar 2019 im Rahmen des H2OT-Juki-Projekts vom Mueshafe zum Sunnedörfli. Fünft- und Sechtsklässler aus Horgen, Oberrieden und Thalwil erleben Zwingli und die Lebensumstände seiner Zeit.

Zu den Fotos
Monika Deuber,

Samstagmorgen
Fein säuberlich getrennt nach Gemeinden sitzen 38 Fünft-und SechstklässlerInnen der JuKi Horgen Hirzel, Oberrieden und Thalwil im Zug. Sie sind unterwegs ins Zwingliweekend in Wildhaus.
Kaum sind die Koffer im Lagerhaus deponiert, tollen die Kinder im Pulverschnee vor dem Haus – immer noch schön sortiert nach Gemeinde.

Nach der Besichtigung des Geburtshauses von Zwingli und den Erklärungen, bei denen die Kinder aufmerksam zuhören, dürfen sie endlich die Zimmer beziehen. Glücklicherweise geht es mit der jeweiligen Bettenanzahl so auf, dass alle mit den WunschkollegInnen im Zimmer sein können … allerdings nicht nur. Einzelne Zimmergrüppchen sind übergemeindlich gemischt.

Samstagnachmittag
Nach dem feinen Mittagessen geht’s an die Sonne und in den Schnee. Die sechs JungleiterInnen aus Thalwil und Horgen finden schnell einen geeigneten Schlittelhang für die Tellerschlitten. Als die Leiterinnen dazustossen staunen sie. Alle Kinder spielen miteinander, rutschen in rasendem Tempo den Hang hinunter, kugeln durcheinander und kommend lachend wieder hoch – von Gemeindegrüppchen keine Spur mehr. Nils, Stefan, Sebi, Reto, Amina, Alina, Anja und Stefi tollen mit den Kindern im Schnee herum, lassen sich einschneebeln, rutschen in komplizierten Tatzelwurmformationen mit ihnen den Hang herunter und schaffen so EINE EINZIGE Kindergruppe.

Nach dem Zvieri gibt es eine Zeitreise nach Zürich zur Zeit Zwinglis vor 500 Jahren. Meister Zwingli, seine Frau Anna Reinhard, ihre Tochter, der katholische Priester mit seiNen Ablassbriefen, die Hutmacherin, die Gassenküche, die Söldnerführer, Bettler und auch die Pest stellen sich den Zeitreisenden vor und laden ein, am Stadtleben teilzunehmen. Ausgestattet mit 15 Zwingligulden geht’s auf Entdeckungsreise. Auf spielerische Art lernen die Kinder, welchen Herausforderungen sich die Menschen damals stellen mussten und was Zwingli änderte und reformierte.
Endlich ist das Essen aus der Gassenküche fertig. Zum Entsetzen des Priesters gibt es Wurstweggen – und das in der Fastenzeit – eine absolute Sünde! Doch Zwingli klärt die Menschen auf, dass es keine entsprechende Bibelstelle gibt und sie ruhig die feinen Wurstweggen essen können. Dank der Einrichtung des Mushafens gibt es auch für die Armen, die all ihr Geld verloren haben – und von denen gibt es viele – genügend zu essen.

Samstagabend
Ausgerüstet mit Fackeln werden auf einer Wanderung durch die vollmondbeschienene, tiefverschneite Winternacht Toggenburger Sagen erzählt. Danach gibt es als Bettmümpfeli Punsch und alle können sich eine Schoggibanane bräteln.
Schnell ist Nachtruhe, denn die vielen Eindrücke und das Herumtollen in Sonne, Schnee und Kälte helfen zu einer gesunden Müdigkeit.

Sonntagmorgen
Nach dem feinen Zmorge, heisst es schon packen und die Zimmer leeren.
Im Gottesdienst erleben die Kinder während des Feierns, was Zwingli hier erneuerte: Sola scriptura – Gottes Wort, die Bibel ist das Zentrum. Alle sollen verstehen, was hier steht, alle sind zum Abendmahl als Erinnerung an das Leben und Wirken von Jesus eingeladen.
Auf dem Postenlauf durch Wildhaus können die ganz gemischten Gruppen das neu Gelernte überprüfen.
Mittagessen, Dank, Aufräumen, noch kurze Gelegenheit zum Spielen im Schnee und schon ist wieder Zeit für die Heimreise. Eine fröhliche Gruppe drängt sich in Postauto und Zug, unmöglich auszumachen, wer zu Horgen, Hirzel, Oberrieden oder Thalwil gehört.

Es ist eine Freude zu sehen, wie die Kinder und auch die Jungleiter seit dem Schlittelnachmittag neue Freundschaften schliessen, miteinander unterwegs sind, gemischt spielen und schwatzen.
Auch für das Leitungsteam, Christa Walthert, Petra Rüdisüli, Pfr. Jürg Markus Meier, Dorothea Haas sowie Roger und Monika Deuber ist die Zusammenarbeit bereichernd.
O-Ton-Feedback eines Jungleiters : «Ich bin i zwei Jahr sicher wieder debi … und chömmer nöd au d Unti4you-Weekend gmischt mache? Mer hät so schnäll nöii Fründe …!»
Für das JuKi-Team
Monika Deuber


Bereitgestellt: 20.02.2019     Besuche: 25 Monat 
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