In den christlichen Kirchen gibt es für Beginn und Ende des Jahres eine theologisch begründete Variation. Das Kirchenjahr beginnt nämlich mit dem Advent, der Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft – adventus – des Christkindes. Das scheint nachvollziehbar – schliesslich erblickt ein Kind erst nach der langen Schwangerschaft das Licht der Welt.
Wie sieht es nun am Ende des Kirchenjahres aus. Welche Festtage werden gefeiert? In den meisten Kirchen wird Ende September bis Mitte Oktober das beliebte Ernte-Dank-Fest gefeiert. Es folgt in den protestantischen Kirchen der Reformationssonntag. Lutheraner feiern ihn immer am 31. Oktober. So gedenken sie der 95 Thesen gegen den Ablass, die Martin Luther verfasst und an die Türe der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hatte.
Die Zürcher Reformierten würdigen die Reformation, die in Zürich ihren Anfang nahm, jeweils am ersten Sonntag im November. Am 1. und 2. November feiern die Katholiken Allerheiligen und Allerseelen und gedenken ihrer Verstorbenen. Der 11. November ist der Gedenktag des Heiligen Martins; wo er gefeiert wird, geschieht dies oft mit einem eher weltlichen bunten Fest.
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres wird der Ewigkeitssonntag begangen, früher hiess er auch Totensonntag. Er ist in gewisser Weise das evangelische Gegenstück zu Allerseelen. In ihm kommt ein tiefes menschliches Bedürfnis zum Ausdruck. In Thalwil werden die Verstorbenen des vergangenen Jahres namentlich erwähnt und es wird für jeden und jede eine Kerze entzündet. Der Ewigkeitssonntag weitet den Blick auf das, was dereinst kommt und von Jesus Christus verheissen ist.
Pfr. Jürg-Markus Meier
Wie sieht es nun am Ende des Kirchenjahres aus. Welche Festtage werden gefeiert? In den meisten Kirchen wird Ende September bis Mitte Oktober das beliebte Ernte-Dank-Fest gefeiert. Es folgt in den protestantischen Kirchen der Reformationssonntag. Lutheraner feiern ihn immer am 31. Oktober. So gedenken sie der 95 Thesen gegen den Ablass, die Martin Luther verfasst und an die Türe der Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hatte.
Die Zürcher Reformierten würdigen die Reformation, die in Zürich ihren Anfang nahm, jeweils am ersten Sonntag im November. Am 1. und 2. November feiern die Katholiken Allerheiligen und Allerseelen und gedenken ihrer Verstorbenen. Der 11. November ist der Gedenktag des Heiligen Martins; wo er gefeiert wird, geschieht dies oft mit einem eher weltlichen bunten Fest.
Am letzten Sonntag des Kirchenjahres wird der Ewigkeitssonntag begangen, früher hiess er auch Totensonntag. Er ist in gewisser Weise das evangelische Gegenstück zu Allerseelen. In ihm kommt ein tiefes menschliches Bedürfnis zum Ausdruck. In Thalwil werden die Verstorbenen des vergangenen Jahres namentlich erwähnt und es wird für jeden und jede eine Kerze entzündet. Der Ewigkeitssonntag weitet den Blick auf das, was dereinst kommt und von Jesus Christus verheissen ist.
Pfr. Jürg-Markus Meier