Bei diesem besonderen Konzert gesellt sich das Bläserquartett rund um den Thalwiler Posaunisten Daniel Vesel zur Orgel.
Orgel und Blechbläser sind seit jeher eine beliebte Kombination. Besonders aus der Re-naissance gibt es viele doppelchörige Werke, die das Wechselspiel zwischen Bläser und Orgel zelebrieren.
In diesem Programm sind Orgel und Bläserquartett in zwei modernen Werken zusammen zu hören: Vom Neuenburger Komponisten Samuel Ducommun stammt «Toccata et Dialogue». Der erste Satz ist eine Orgeltoccata im französischen Stil, der Dialogue ein Gespräch zwischen Bläser und Orgel ganz im Geiste vieler Kompositionen aus der Renaissance. Der 1914 geborene Samuel Ducommun war Organist der Collégiale in Neuchâtel und spielte als Konzertorganist viel in Frankreich und Deutschland.
Die zweite Komposition für Orgel und Bläserquartett stammt von Hendrik Andriessen, einem nieder-ländischen Komponisten, der von 1892 bis 1981 gelebt hat. Sein Pezzo Festoso verbin-det das toccatenhafte Lauf-werk der Orgel mit einem choralartigen Satz der Bläser.
Zwischen diesen Werken entführt das Bläserquartett mit Chansons aus der Renaissance von Guillaume Costeley, einer Dance Suite von Leonard Bernstein und dem eindrücklichen Werk «Heart of Tones» für Bläser und Elektronik in andere Sphären und Zeiten. «Heart of Tones» der amerikanischen Komponistin Pauline Oliveros, die bis 2016 in New York gelebt hat, wird durchzogen von einem Sinuston per Tonband, von dem sich die Bläser in Mikrointervallen entfernen, was für besondere Schwingungen im Raum sorgt. Als Kontrast dazu spielt Gerda Dillmann gleich daran anschliessend die Dorische Toccata von Johann Sebastian Bach.
Gerda Dillmann, Organistin