2.3. Zu zweit an den drei Thalwiler Orgeln

25-03_Orgelduo (Foto: zvg)

Mindestens einmal pro Saison sind unsere Orgeln im Duett zu hören. Dieses Jahr reist dafür das oberwalliser Orgelduo Gabriele und Hilmar Gertschen an. Im Gepäck haben sie Werke von Barock bis Romantik aus Frankreich, Spanien und Deutschland.
Dass zwei Orgeln von stattlicher Grösse miteinander gespielt werden können, ist eine Spezialität der Thalwiler Kirche. Obwohl zwischen den Entstehungsjahren der Haas- und der Kuhn-Orgel mehr als achtzig Jahre liegen, harmonieren die beiden Orgeln ausgezeichnet und ermöglichen eine stilistische Bandbreite von Barockmusik bis zur Avantgarde.

Ein lustiges Pingpong zwischen den Instrumenten spielen Hilmar und Gabriele Gertschen mit Léon Boëllmanns Suite Gothique. Ursprünglich für eine Orgel allein konzipiert, eignet sich das dialogische Werk bestens für die Darstellung auf zwei Instrumenten. Das fünfsätzige romantische Werk bringt Pariser Kathedral-Atmosphäre nach Thalwil.

Die kleine Truhenorgel spielt im Konzert für zwei Orgeln des klassischen Komponisten Pedro José Blanco mit der Kuhn-Orgel um die Wette. Virtuose und bisweilen akrobatische Anforderungen stellt Gustav Merkels Sonate für vier Hände und Füsse an die Ausführen-den. Hier kommt man sich auf der Orgelbank schnell mal in die Quere. Die schnellen Pedalpassagen verlangen gute Organisation, damit man sich nicht versehentlich Tritte verpasst. Sowohl Hilmar als auch Gabriele Gertschen werden auch solistisch mit Werken von Felix Mendelssohn, Joseph Gabriel Rheinberger und Johann Sebastian Bach zu hören sein.

Das Orgelduo wirkt in Naters und Brig und ist an der Allgemeinen Musikschule Oberwallis in der Ausbildung von Organisten im Nebenamt tätig. Konzertengagements führen sie nach Deutschland, Ungarn, Italien, Österreich, Polen und Russland.
Gerda Dillmann, Organistin

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Bereitgestellt: 27.02.2025      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
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