13.10. Predigtreihe zu Jürgen Moltmann

24-07_typ (Foto: wikimedia commons – gemeinfrei)

Dem reformierten Erbe verbunden und offen für den christlich-jüdischen Dialog.
Nächste Daten: 13. und 20. Oktober
Das sind nur zwei Merkmale, die die profunde Arbeit des deutschen Theologen Jürgen Moltmann charakterisieren. Im hohen Alter von 98 Jahren ist Moltmann im Juni 2024 verstorben.

Mit seinem Werk «Theologie der Hoffnung», erschienen 1964 in einer Zeit des Um- und Aufbruchs, wurde er international bekannt. In einer Predigtreihe von August bis Oktober sollen die Leitworte dieses inspirierenden Denkers zur Sprache kommen. Wir werden herausfinden, warum Moltmann ein reformierter Theologe ist und wie seine reformierenden Gedanken weitergedacht oder «weitergespielt» werden können.

Prägend für den reformierten Theologen, der im Juli 1943 den Luftangriff und Feuersturm der Royal Air Force auf Hamburg nur mit Glück überlebte, war seine lebenslange Dialogbereitschaft und sein engagiertes christliches Handeln in der Gesellschaft.

Er war ebenso im Gespräch mit den Befreiungstheologien in Lateinamerika und Asien wie auch mit der orthodoxen und katholischen Theologie. Wichtig ist auch sein Beitrag zum jüdisch-christlichen Dialog. Ernsthaft sollte dieser Dialog sein, denn so «erkennt man das Eigene in dem Masse, wie man das Andere erkennt.» Dieser Dialog, begonnen nach den belastenden Erfahrungen im Krieg, war für Moltmann ein kostbares Geschenk. Mit dem Alten Testament haben Juden und Christen eine Hoffnung gemeinsam.

Das Alte und das Neue Testament sind voller Hinweise auf die Zukunft Gottes und seines Reiches. Beide sind schöpferische Quelle zur Freude. Auch im Blick auf die eigene evangelische Kirche war Jürgen Moltmann ein gefragter und kritischer Gesprächspartner. Kritisch meinte er im hohen Alter: «Die Kirche ist zu harmlos.» Kraftlos schien sie ihm zu sein, er warnte davor, dass die Kirche an ihrer Harmlosigkeit zu Grunde gehen könnte. «Ein Glaube, der nichts fordert, tröstet auch nicht.»

Im Blick auf seine eigene Sterblichkeit meinte der Hoffnungstheologe: er denke hoffnungsvoll und ohne Angst nicht bis zum Tod, sondern über den Tod hinaus. «Ich bin neugierig.»
Pfr. Jürg-Markus Meier

Die Predigtreihe von Pfr. Jürg-Markus Meier begann am 4. August und dauert bis zum 20. Oktober. Die Predigten vom 4. und 11. August thematisierten das Thema Hoffnung. Was ist Grund christlicher Hoffnung und was heisst Leben aus der Kraft der Hoffnung.

Am 1. September fragen wir nach dem tieferen Sinn des Kreuzes und hören, was Moltmann veranlasst hat, 1972 sein Buch «der gekreuzigte Gott» herauszugeben.

Am 13. und 20. Oktober liegt der Fokus auf der Dialogbereitschaft und der reformierten Grundhaltung in Kirche und Gesellschaft.


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Predigten zum Nachlesen

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Bereitgestellt: 03.10.2024      
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