Beschreibung Eine dreiteilige sommerliche Predigtreihe
Das schmale alttestamentliche Buch Jona erzählt eine Novelle. Sie handelt von einer unerhörten Begebenheit und berichtet von einem Menschen, der sich in Gefahr begibt, weil er flieht. Der Held der Novelle wird gleichsam zum Antihelden. Jona ist weniger Gottesbote als vielmehr Denkfigur.
Die Novelle über den Propheten Jona ist im Zeitraum von 400 bis 250 vor unserer Zeitrechnung in Palästina entstanden. Eindrückliche Figuren, Bilder und Orte machen den Reiz dieser Novelle aus, die einzelnen Szenen könnten Vorlage sein für einen Abenteuerfilm. Ein Mensch erhält einen göttlichen Auftrag und weigert sich diesen auszuführen. Seine Flucht führt ihn in grosse Gefahr und schenkt ihm, inmitten eines Sturmes, eine wunderbare Rettung und eine neue Chance. Sein Auftrag geht weiter, die drohende Botschaft muss in der riesigen Stadt Ninive ausgesprochen werden. Doch es kommt anders, als Jona es vermutet hat, und er zweifelt an seinem Leben. Nicht wegen seiner Erfolglosigkeit, sondern weil das für ihn Unvorstellbare geschieht. Menschen können das Gute suchen und sich ändern.
Die Jona-Novelle ist voll von überraschenden Wendungen und heiterer Ironie – sie lädt auch heutige Leserinnen und Leser ein, in diese Bild- und Sprachwelt einzutauchen. Der Bote, der zur Denkfigur wird, lädt zum Nachdenken und Mitdenken ein.
An drei Sonntagen im August soll dazu Raum geschaffen werden. Wir möchten die Jona-Novelle lesen, auslegen und für die heutige Zeit interpretieren.
Pfr. Jürg-Markus Meier, Pfrn. Galina Angelova