Beschreibung Zur Predigt (Römer 14,13-23) und zum roten Faden durch den Gottesdienst
Paulus entwickelt seine Anweisungen an die römische Gemeinde entlang von Alltagsfragen (Fleischkonsum ja oder nein?) und bewegt sich dabei in Bereiche unserer ganz intimen Alltagsgestaltung vor. Seine Meinung ist offenbar, dass die eigentlichen Entscheidungen dort und nicht etwa erst vor einer politischen Abstimmung getroffen werden. Am Schluss des Abschnitts geht er sogar ungewöhnlich scharf mit denen ins Gericht, die sich ein Verhalten vorgenommen haben, gleichwohl aber nicht innerlich frei genug sind, auch wirklich dazu zu stehen. Das tut weh, werden wir wohl selbst dabei ertappt, uns immer wieder auf diese Weise zu verhalten.
Die übrigen Texte und Lieder drehen sich alle um das Abendmahl bzw. um Speis und Trank. Dies verschafft einerseits dem Gottesdienst eine grössere Einheit. Andererseits betont diese Auswahl zusammen mit Paulus, dass Essen und Trinken alles andere als reine Nahrungszufuhr sind, sondern unsere Beziehungen untereinander, zu Gott und der Welt mitbestimmen: Wie, was, wann, wo mit wem esse und trinke ich oder esse und trinke ich eben auch nicht! In der griechischen Antike sagte man, dass der Mensch ein Mikrokosmos darstellt. In der Bibel wird dieser Zusammenhang auch in der Weise fassbar,… wie wir uns ernähren.