Petra Steiner

Rückblick

23-02_weekend (Foto: zvg)

Unterwegs auf Zwinglis Spuren | Die erste Spur führt nach Wildhaus ins Geburtshaus von Ulrich Zwingli. Der Besuch motiviert dazu, in ein spannendes Kapitel der Zürcher Reformationsgeschichte einzutauchen.
Dieses Jahr begeben sich die 5. und 6. Klasskinder der JuKi Thalwil, Oberrieden und Horgen auf den Tag genau 500 Jahre nach der Disputation auf die Spuren des Reformators. Das Wohnhaus der Familie Zwingli ist der erste Programmpunkt im Zwingliweekend. Wer war Zwingli, was bewirkte er und was hat das mit uns und der reformierten Kirche zu tun?

Die Herausforderung besteht darin, zwischen der Vergangenheit und der Lebenswelt der Kinder eine Brücke zu schlagen. Ein bewährtes Rezept sind die eigene Begeisterung und die erlebnisorientierte Vermittlung eines Stücks Geschichte. So erleben die Unti-Kinder im Geburtshaus auf eindrückliche Weise, wie die Grossfamilie Zwingli auf engem Raum gewohnt hat. Die Hausbesichtigung und die Erzählungen aus Huldrychs Kindheit geben einen Eindruck vom Alltag der Menschen, die vor 500 Jahren im freien Toggenburg lebten.

Beim Planspiel am Nachmittag werden alle durch eine Zeitmaschine zurückkatapultiert und erhalten 20 Zwingligulden. Damit können sie sich in der damaligen Stadt Zürich bewegen. Söldnerführer locken mit betrügerischem Glücksspiel, die Pest grassiert und ein Priester verspricht mit dem Kauf von Ablassbriefen die Rettung vor allen Übeln. Durch Abschreiben von Texten aus der Froschauer-Bibel und beim Fragespiel in Anna Reinhards Stube kann man Geld verdienen.

Weil beim Znacht nicht mehr alle genügend Geld für das Essen haben, schreitet Zwingli ein: Beim Mueshafe gibt es Speise für jeden und jede! Aber halt: In der Fastenzeit darf kein Fleisch gegessen werden. In einer kurzen Szene über das Wurstessen erfahren wir, wie Zwingli die freie Wahl der Speisen biblisch begründete.

Der Gottesdienst am Sonntagmorgen beginnt mit gregorianischen Gesängen und lateinischen Texten. Niemand versteht etwas, bis Zwingli reformierend einschreitet. Er liest die Bibel auf Deutsch und legt das Evangelium in verständlicher Sprache aus.

Dank dem engagierten Leitungsteam erleben die Kinder jeweils ein lehrreiches und unvergessliches Weekend. Monika Deuber, Katechetin
Bereitgestellt: 20.01.2023     Besuche: 17 Monat 
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