Petra Steiner

Kommunikation: Interview mit Petra Steiner

2_interview_D.Tschupp (Foto: David Tschupp)

Pfr. Arend Hoyer: Petra, seit Januar kümmerst du dich um unsere Kommunikation.
Worauf kommt es dabei in einer Kirchgemeinde besonders an?
Petra Steiner: Das Wichtigste ist, dass Kommunikation als Aufgabe ernst genommen wird und nicht nebenbei erledigt wird. Früher kamen die Menschen in die Kirche, ohne dass man sich um sie bemühen musste. Das verkündete Wort Gottes hatte Werbewirkung genug. In den letzten Jahren hat sich das komplett geändert. Die Kirche muss erkennen, dass sich ihre Kommunikation auf der Höhe der Zeit entwickeln muss – bis in die Kanäle der digitalen Welt hinein. Dabei gilt es, authentisch zu bleiben und stets die Frage nach Aufwand und Ertrag im Auge zu behalten.

AH: Was für Inhalte hat Kirche deiner Meinung nach zu vermitteln?
PS: Es muss auf alle Fälle kommuniziert werden, dass Kirche weit mehr als Sonntagsgottesdienste zu bieten hat: Sozialdiakonie, Unterricht – Werte, die Verbreitung verdienen. Kirche ist für alle Generationen da – von den Hochbetagten bis zu Kleinkindern. Sie setzt sich für die Schwachen in der Gesellschaft ein, für Flüchtlinge, Arme und Kranke und schafft Gemeinschaft für Alleinstehende. Vielen ist das nicht bewusst und deshalb muss dies verstärkt kommuniziert werden.

AH: Du hast in der freien Wirtschaft gearbeitet, bist aber jetzt hauptsächlich für Kirchgemeinden aktiv, wie z. B. auch in Meilen. Wieso dieser Fokus?
PS: In der Werbebranche habe ich viel gelernt. Häufig überzeugten mich die Produkte nicht. Bei der Kirche geht es um die wichtigen Themen des Lebens und um das Miteinander in der Gesellschaft. Das erfüllt meine Arbeit mit Sinn.

AH: Ich danke dir für dieses Gespräch und wünsche dir bei deiner Arbeit viel Freude und Erfüllung.
Pfr. Arend Hoyer
Bereitgestellt: 26.11.2022     Besuche: 14 Monat 
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