Petra Steiner

25. Dienstjubiläum

Arend 1 (Foto: Rosmarie Summa)

Kirche im Wandel – ein Gespräch zum 25. Dienstjubiläum
Seit 25 Jahren wirkt Pfarrer Arend Hoyer in unserer Thalwiler Kirchgemeinde. Von Genf herkommend, hat er sich am Zürisee gut eingelebt und konnte hier viele Akzente setzen. Im Gespräch fällt immer wieder das Wort vom Wandel.
Aufgewachsen ist Arend Hoyer als Sohn eines lutherischen deutschen Pfarrers in Genf.
Das erklärt seine Zweisprachigkeit und wohl «un peu» seine charmante Art im Umgang mit den Menschen. Nach dem Studium in Tübingen und Basel übernahm er in Goldach am Bodensee seine erste Pfarrstelle. Zusammen mit seiner Frau Vivianne zog er für vier Jahre nach Meyrin. Als in der Genfer Kirche eine einschneidende Sparrunde angesagt war, suchte das Ehepaar nach Möglichkeiten, sich wieder in der Deutschschweiz zu engagieren. Ein Dorf am See kam in Frage, warum nicht Thalwil.

Wie war der Anfang und wie fand Arend Hoyer zu seinen pfarramtlichen Interessen?
Amtsantritt war der 1. Juli 1997. Das Ehepaar Hoyer zog im Pfarrhaus Schwandel ein und der neue Pfarrer wirkte im grossen Pfarrteam als Allrounder. Damals hatte Thalwil noch rund 6500 reformierte Gemeindeglieder und auch noch ein Spital. Bald kam es jedoch zu Veränderungen und es begann die Umgestaltung zum neuen Alterszentrum Serata.
Arend Hoyer konnte diesen Prozess stets begleiten und wurde über die Jahre zur geschätzten Ansprechperson und zum einfühlsamen Seelsorger im Serata.

Ein Markenzeichen ist die Freude an gestalterischen Formen
Pfr. Hoyer schätzt die grosse Dorfkirche auf der Platte und feiert hier gerne stimmige und andächtige Feiern. Gerade die reformierte Liturgie bietet Spielraum für seine Inszenierungen. Dazu gehören auch experimentelle Feiern, sei es im Grundstein oder beim Köllibeck in Gattikon. Wenn er beim Segen das Kreuz schlägt, ist das zudem Ausdruck seiner Offenheit für die Ökumene. Von Anfang und bis heute arbeitet er gerne mit den katholischen Kollegen zusammen, besonders intensiv im Serata. Als singkräftiger Pfarrer singt er in der Kantorei mit und tritt so öfters in doppelter Rolle auf.

Die Akzentuierung der Seelsorge geht weiter

Auch in der Zürcher Kirche waren strukturelle Änderungen angesagt und das führte zu Stellenreduktionen in der Pfarrschaft. Pfr. Hoyer bot sich die Gelegenheit das Seelsorgeamt
in der psychiatrischen Klinik Kilchberg zu übernehmen, von 2008 bis 2020 war er nun zu
40% in der Klinik und zu 60% im Gemeindepfarramt tätig.

In dieser Zeit zügelte das Ehepaar Hoyer vom Schwandel ins Pfarrhaus Frohbüel. Pfr. Hoyer
war Mitglied der Ortsfeuerwehr und war Mitbegründer der Notfallseelsorge im Bezirk Horgen.
Ab 2011 engagierte er sich zudem in der Armeeseelsorge.

Und nun wieder zu 100% im Gemeindepfarramt
In seinen letzten Amtsjahren möchte Pfr. Hoyer nebst der konstanten Seelsorgetätigkeit im Ressort Gottesdienst und Musik stärker mitwirken. Er kann dabei auf ein motiviertes Team zählen. Eine Vielfalt von Feiern schwebt ihm vor, klassische Formen und auch experimentelle, so dass sich unterschiedliche Alter und Gruppen angesprochen fühlen.
Pfr. Jürg-Markus Meier
Bereitgestellt: 01.07.2022      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
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