Natascha Boha

Es ist etwas im Kommen

Es ist etwas im Kommen (Foto: www.unsplash.com, Greg Rosenke)

Die Adventszeit, ist eigentlich die Zeit der Ankunft. Erinnern Sie sich an den Ursprung, erinnern Sie sich daran, wie alles begann? Erinnern Sie sich an die Geburt eines kleinen Kindes in einem Stall? Ein Wunder das auf Erden kommt?
Die Adventszeit: Es ist die Zeit der Kerzen, der leuchtenden Augen und der himmlischen Düfte. Es ist die Zeit, in der sich viele Menschen sagen, dass es doch noch mehr geben muss als nur Konsum, Hektik, Macht und Geld. Es ist die Zeit, in der Engel gebastelt, Geschichten erzählt, Kerzen angezündet und Lieder gesungen werden.
Es ist die Zeit im Jahr, in der eine alte Sehnsucht aufbricht. Es ist Winter. Draussen ist es kalt und dunkel. Die Menschen sehnen sich nach Geborgenheit – Zuneigung, Wärme, Glücklichsein – für sich und die Familie.
Wir Menschen beginnen zu wünschen: Wir wünschen uns Frieden, innere Gelassenheit und Freude, wir bitten um eine gerechtere Welt und hoffen auf Hilfe und Unterstützung derer, die Hilfe brauchen und für uns selbst. Unsere Sehnsüchte bis Weihnachten sind verschieden, aber unser Ziel ist dasselbe: Ein friedliches, gesegnetes Weihnachten zu erleben und einen verheissungsvollen, farbenfrohen und erfüllten Advent.
Advent ist eigentlich die Zeit der Ankunft. Aus dem Lateinischen von advenire – ankommen.
Die Adventszeit ist die mentale Vorbereitung der Ankunft Gottes in unserer Welt. An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. Mit Jesu Geburt kam Gott schon einmal in diese Welt. Wir Christen warten auf einen zweiten Advent, auf ein zweites Kommen Gottes mit Macht und Erfüllung. Wir hoffen, dass der Himmel noch einmal zerreisst und alle Distanz zwischen Himmel und Erde aufgehoben wird. Mit Gottes Geburt ist die Hoffnung verbunden, dass alles, was wir Menschen in dieser Welt zerstört haben, durch ihn gerettet werden wird. Die Sehnsucht auf ein besseres, schöneres und friedliches Leben, die Sehnsucht nach einem guten Alltag erwacht in uns Menschen vor Weihnachten. Es ist etwas im Kommen … wie schön wäre es, wenn unsere Wünsche und Sehnsüchte in Erfüllung gingen.
Ich sage Ihnen: Wer es noch für möglich hält, dass Gott in unsere Welt kommt und hilft, der lebt adventlich. Wer auf einen kommenden und wohltuenden Gott harrt und hofft, ist im Advent angekommen. Wer dies glaubt, auf den warten täglich kleine Weihnachtswunder – kleine Zeichen der Liebe, Fürsorge und Nähe Gottes im Alltag, im täglichen Leben und in der Welt. Ich bin sicher: Es ist etwas im Kommen – an Weihnachten ist es soweit: Jesus wurde geboren und diese Geburt feiern wir. Unser Heiland ist da.
Mit adventlichen Grüssen
Pfrn. Julia Matucci-Gros
Bereitgestellt: 26.11.2021      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
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