Denise Bartholdi

Seelsorge aus erster Hand, Rück- und Ausblick

Seelsorge aus erster Hand (Foto: www.pixabay.com)

Zwischen August und November 2020 habe ich als Seelsorger in Gemeinde, Spital, Klinik, Armee und Feuerwehr eine Seelsorgeschulung angeboten, an der fünf Personen aus Thalwil bis Horgen teilnahmen.
Das Interesse am Thema und die Bereitschaft, sich auf Besuche in einem Pflegeheim einzulassen, gehörten zu den Hauptteilnahmebedingungen. Dabei stellte sich das Tragen einer Maske während der Besuche und in den Gruppengesprächen als nicht zu unterschätzende Hürde dar, leistet doch der Gesichtsausdruck einen wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung unter Gesprächspartnern. Allen Hindernissen, Masken und Abständen zum Trotz waren die Gespräche im Serata und der Austausch im Kurs abwechslungsreich und intensiv und bot für die Teilnehmenden einen Einblick ins Wesen dessen, was wir heute Seelsorge nennen. Eine Technik, deren Wirksamkeit sich in einer Haltung entfaltet, die dem jeweiligen Anliegen des Gegenübers einen möglichst grossen Raum bietet. Als Kursleiter hat mich unter anderem die Veränderung fasziniert, die der Umgang mit dieser speziellen Art zu Hören und zu Kommunizieren bei den Kursteilnehmenden ausgelöst hat. Seelsorge fordert uns heraus, ganz, und baut auf Kräfte, die wir im Alltag in meinen Augen (zu) selten beanspruchen.
In diesem Herbst möchte ich einen weiteren Kurs anbieten. Dieser wird aus weniger Kursterminen bestehen und auf Seelsorgegespräche ausserhalb der Gruppe verzichten. Dieses neue Setting soll den Beteiligten ermöglichen, noch präziser zu beobachten und gewonnene Erkenntnisse noch unmittelbarer als bisher in der eigenen Gesprächspraxis umzusetzen. Die positiven Rückmeldungen aus dem ersten Kurs ermutigen mich dazu.
Pfr. Arend Hoyer
Bereitgestellt: 27.08.2021     Besuche: 60 Monat 
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