Denise Bartholdi

Glaube versetzt Berge

Glaube versetzt Berge (Foto: www.pixabay.com)

Derzeit prophezeien die Medien und die Wissenschaft ein düsteres Bild der Zukunft: Dürre, Hungersnöte, Überschwemmungen und Erdrutsche. All das wird sich in den nächsten Jahren noch mehren.
Als Theologin liest sich das wie Unheilsprophezeiungen aus der Bibel. So schreibt der Prophet Micha in Kapitel 6, 14.15 «Du wirst essen und nicht satt werden, Du wirst säen und nichts ernten».
Jährlich im September lädt die oeku ein, sich über die Verantwortung und Erhaltung der Schöpfung Gedanken zu machen. Die «SchöpfungsZeit» dauert vom 1. September bis 4. Oktober.
Die «SchöpfungsZeit» ist wichtig, denn die Einschätzung der Umweltlage hat sich in den letzten 50 Jahren stark verändert. Gedanken, ob wir das jemals schaffen werden, und Gebete zu Gott, er möge helfen, sind da. Aber glauben wir, dass es zu schaffen ist? Welchen unserer Gedanken geben wir Macht, den negativen oder den positiven? In der Bibel heisst es: «Denn das ist sicher: Wenn ihr glaubt und nicht im Geringsten daran zweifelt, dass es wirklich geschieht, könnt ihr zu diesem Berg hier sagen: Hebe dich von der Stelle, und stürze dich ins Meer!, und es wird geschehen.» (Markus 11,2).
Welche Macht unsere Gedanken haben und wie wir mit Glauben Berge versetzen könnten, zeigt folgende Geschichte: Ein zufriedener Mann verkaufte am Strassenrand mit seinem Stand Würstchen. Er war schwerhörig, und hörte kein Radio. Er sah schlecht, deshalb las er keine Zeitung. Aber er verkaufte köstliche, heisse Würstchen. Die Nachfrage stieg von Tag zu Tag. Er investierte in einen grösseren Stand und musste immer mehr Wurst und Brötchen einkaufen. Er holte seinen Sohn nach dessen Studium an der Universität zum Unterstützen zu sich. Da geschah etwas ... Sein Sohn sagte: «Vater, hast du denn nicht im Radio gehört, eine schwere Rezession kommt auf uns zu. Der Umsatz wird zurückgehen – du solltest nichts mehr investieren!» Der Vater dachte: «Nun, mein Sohn hat studiert, der muss es schliesslich wissen.» Also verringerte er seine Wurst- und Brötcheneinkäufe und sparte an der Qualität der Waren. Er machte keine Werbung mehr. Jedoch schlimmer war: Die ungewisse Zukunft liess ihn missmutig im Umgang mit seinen Kunden werden. So ging sein Absatz an heissen Würstchen drastisch zurück. «Du hast Recht mein Sohn, es steht uns tatsächlich eine schwere Rezession bevor.»
Wenn ablehnende Gedanken Negatives hervorbringen, dann bringen bejahende Gedanken Positives hervor. Probieren Sie es, dann verändert Glauben nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch die Welt – das Klima.
Mit schöpferischen Grüssen,
Ihre Pfarrerin Julia Matucci-Gros
Bereitgestellt: 27.08.2021     Besuche: 56 Monat 
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