Denise Bartholdi

Du hast mich zum Lachen gebracht

Muhamed El-Bank <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;www.unsplash.com)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>576</div><div class='bid' style='display:none;'>7057</div><div class='usr' style='display:none;'>562</div>

Eine Legende erzählt von einem Mann, der wie alle anderen vor den Richter Jesus Christus treten
musste.
Zu jedem hatte Jesus etwas freundliches zu sagen: «Ja ich hatte Hunger, und du hast mir zu essen gegeben.» Bravo, ab in den Himmel mit dir. Oder zu einem Kind: «Keiner wollte mit mir etwas zu tun haben. Du aber hast mich mitspielen lassen. Bravo, ab in den Himmel.» Zu einer Frau sagte er: «Ich war alleine, da hast du mich zum Essen eingeladen. Bravo, ab in den Himmel.» Der Mann dachte jedes Mal an sein eigenes Verhalten: Er hatte Schwache nicht verteidigt, Kranke nicht besucht …
Da war er schon an der Reihe und trat zitternd vor den Herrn. Jesus schaut ihn an und sagte: «Ich war traurig und niedergeschlagen, da hast du mir Witze erzählt und mich zum Lachen gebracht. Bravo, ab in den Himmel!.»
Eine schöne Geschichte. Sie ist so menschlich. Denn wie oft ergeht es uns wie dem Mann in der Legende: ich hätte, sollte, wollte doch, habe aber nicht. Lebensbilanzen fallen oftmals sehr ernüchternd aus. Und schon ein kurzer Wochenrückblick lässt mich manchmal bedrückt zurück: «Was ich in diesen Tagen alles nicht getan habe.» Aber alles im Leben hat zwei Seiten. Keiner tut nichts. Jeder von uns tut irgendwo, irgendwie irgendwas, oder? Wir Menschen leben miteinander, wir plaudern mit der Nachbarin im Treppenhaus, tauschen neuste Tipps am Gartenhag aus, halten ein Schwätzchen beim Einkaufen. Und fragen nebenbei, wie es anderen geht, muntern auf, lachen miteinander, teilen Freude und Leid:nehmen das Befinden des Anderen wahr: Diakonie und Seelsorge gehen eben Hand in Hand. Mein Gegenüber beachten ist seiner Seele Sorge tragen. Das freut Gott und tut uns Menschen gut.

Pfrn. Julia Matucci-Gros
Bereitgestellt: 29.04.2021     Besuche: 33 Monat 
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