Denise Bartholdi

Corona – ein Blick nach Palästina

Israel, Pal&auml;stina <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Felix&nbsp;K&auml;nzig-Wolf)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>576</div><div class='bid' style='display:none;'>6884</div><div class='usr' style='display:none;'>562</div>

In Palästina waren die Schulen während sieben Monaten geschlossen.
Viele Familien haben weder einen Internetanschluss noch einen Computer, sodass viele Kinder nicht wie bei uns mittels E-Learning unterrichtet werden konnten. Grossfamilien leben oft auf engstem Raum zusammen, was bei einem Ausgehverbot zu vielen Problemen führt. Viele Menschen haben in dieser Zeit ihre Arbeit verloren, weil sie zu Hause bleiben mussten und die Touristen ganz ausblieben. Arbeitslosengeld oder finanzielle Unterstützung von der palästinensischen Autonomiebehörde sind Wunschträume. Viele Menschen haben Angst vor einer Ansteckung, weil die nötigen Medikamente, Schutzmasken und Beatmungsgeräte sowie genügend Spitalbetten Mangelware sind. Da die Grenzen nach Israel geschlossen waren, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen, setzten sich tausende Arbeiter der Gefahr einer Ansteckung und der Gefangennahme aus, weil sie mit Hilfe von Schmugglern nach Israel zur Arbeit gingen, um ihre Familien ernähren zu können.
Trotz dieser fast nicht aushaltbaren Zustände haben die Menschen in Palästina durch viele Ein-schränkungen, Enttäuschungen und Erniedrigungen in den letzten 72 Jahren gelernt, die Hoffnung nicht aufzugeben und auch mit widerlichen Umständen kreativ umzugehen und neue Wege zu finden. So versuchten sie bisherige Kontakte mit Telefonaten und wo vorhanden neuen Medien aufrechtzuerhalten, in Verbindung zu bleiben und so Nähe und Ermutigung zum Durchhalten zu schaffen. Wo Erde um die Häuser vorhanden war, wurde gesät oder wurden Setzlinge gepflanzt, um der Verzweiflung entgegenzuwirken. Das Beobachten des Wachstums und eine Aufgabe zu haben tat den Seelen gut. Viele junge Menschen engagierten sich beim Verteilen von Essen und Lebensnotwendigem.
«Wir lernen mit dem wenigen auszukommen und überlegen, was wichtig und was weniger wichtig ist. Eine Zeit der Besinnung und füreinander da zu sein.»
«Das Schlimmste für uns ist, dass Corona die täglichen Nachrichten so beherrscht, dass sich
niemand darum kümmert, dass in Palästina weitere Fakten geschaffen werden, die die Hoffnung
eines gerechten Friedens zwischen Israel und Palästina immer unmöglicher machen!»
Auszüge aus Briefen von Sumaya Farhat-Naser und Hiam Abu-Dayyeh Wer die Menschen in Palästina beim Lebensunterhalt unterstützen möchte, kann bei Felix Känzig, Bio-Olivenöl extra-Virgin, Zatargewürz, Olivenholzartikel oder Solidaritätskarten beziehen.
Telefon 044 720 71 31 oder felix.kaenzig@kirche-thalwil.ch.
Felix Känzig-Wolf, Sozialdiakon
Bereitgestellt: 31.12.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Datenschutz
Impressum