Denise Bartholdi

Ernst gemeint

ernst gemeint <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Denise&nbsp;Bartholdi)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>576</div><div class='bid' style='display:none;'>6846</div><div class='usr' style='display:none;'>562</div>

Über gestern – heute – morgen, über unsere Einbettung in den Lauf der Zeit wollte ich an dieser Stelle schreiben, mit Ihnen meine Gedanken teilen zur Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen.
Seit die Realität der verschärften Vorkehrungen zum Schutz unseres gewohnten Lebens erneut real geworden ist, tue ich mich noch schwerer als sonst mit dieser Frage.
«Von guten Mächten wunderbar getragen, erwarten wir getrost …» und «We shall overcome …» erinnere ich mich an zwei grosse Sätze, die ich aus dem Gottesdienst am vergangenen Sonntag mitgenommen habe. Ja, sicher, wäge ich ab, doch Mutter Erde und Unser Vater sind gerade sehr streng und meinen es gerade sehr ernst mit uns. Eine so deutliche Sprache, wie sie jetzt gebrauchen, ist unangenehm. Sie zwingen uns, endlich das Durcheinander aufzuräumen, das wir angerichtet haben.
Wie damals im Kinderzimmer, wo wir jeweils hätten schreien können ob der schieren Strenge und der verwünschten Erziehung, die uns so unangebracht und so ungerecht erschienen. Üblicherweise hockten wir uns dann auf den Boden und warteten auf bessere Zeiten, darauf, dass uns jemand helfen würde. Jedes Mal war es kaum auszuhalten. Nach einer Weile der Einsicht, Einkehr und Beruhigung gaben wir uns als Kinder schliesslich geschlagen und noch wichtiger den entscheidenden Ruck um in Angriff zu nehmen, was uns aufgetragen worden war. Und oft erschienen dann still und unvermittelt Vater oder Mutter in der Tür und halfen, das angefangene zu vollbringen. Sie hatten immer mitbekommen und mitgefühlt, was mit uns und in uns vorgegangen war. Nie waren sie fern gewesen, vielmehr stets nah und verbunden in der bedingungslosen Liebe, mit ihrem grossen Herz und mit dem unermüdlichen Willen, uns als mündige Menschen heranwachsen zu sehen. Und mit der beruhigenden Gewissheit: Du bist nicht allein, heute nicht und morgen nicht.
Martin Klöti, Präsident Kirchenpflege ad interim
Bereitgestellt: 26.11.2020     Besuche: 13 Monat 
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