Denise Bartholdi

Gedanken zu einem Adventskonzert

kgh <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Denise&nbsp;Bartholdi)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>576</div><div class='bid' style='display:none;'>6843</div><div class='usr' style='display:none;'>562</div>

Benjamin Britten: «A Ceremony of Carols», so stand bis vor Kurzem unter dem Titel «Adventskonzert» auf der Homepage zu lesen. Nach dem 20-Jahrjubiläum der Kantorei hatten wir sowohl den Mitgliederstand als auch die Stufe in Chorbildung erreicht, dass wir uns hätten an dieses wunderbare Werk wagen können. Es wäre eine Herausforderung gewesen, die wir in diesem Jahr gerne angenommen hätten.
Dann kam der Lockdown im Frühling. Wir trafen uns online, versuchten auf neuen Wegen fit zu bleiben. Nachdem das Singen wieder erlaubt wurde, waren wir nicht mehr derselbe Chor. Einige von uns konnten oder wollten verständlicherweise (noch) nicht an Proben teilnehmen. So mussten wir die «Ceremony of Carols» auf bessere Zeiten verschieben.
Wir waren uns einig, dass es jetzt als Weihnachtsprogramm leicht zugängliche Musik braucht, die auch in den kurzen Proben, die wir mit Lüftungspausen, Raumwechseln etc. nun noch hatten, gelernt werden kann. Unser Probewochenende im gastfreundlichen Haus in Hertenstein, in einer Aula so gross wie eine Turnhalle, ermöglichte uns zugleich Abstand zu halten (körperlich) und uns näher zu kommen (gesanglich). Kathrin Bertschi, die Thalwiler Harfenistin, die uns bei Benjamin Brittens Werk begleitet hätte, hielt uns die Treue und so erarbeiteten wir ein Programm mit Advents- und Weihnachtsmusik aus aller Welt, gesungen und gespielt von Chorsängerinnen und -sängern, einer Harfenistin und – dem Publikum! Bewusst waren separate Stücke für Frauen- und Männerchor eingeplant, um flexibel zu sein. Das Konzert hätten wir mit Lüftungspausen und Singen im Freien so gestaltet, dass wir nicht länger als eine halbe Stunde (damals aktuelle Dauer einer Chorprobe) zusammen in unserem Kirchenraum gesungen hätten.
Dann kam die Information des Bundes vom 27. Oktober: An Chorsingen ist vorderhand nicht mehr zu denken. Der Redaktionsschluss für unser reformiert. lokal ist schon seit 24 Stunden vorbei – ich habe eine Galgenfrist bekommen, um nötige Abklärungen zu machen. Das dritte Programm werde ich Ihnen noch nicht detailliert verkünden können. Soviel ist klar: Wir möchten das Weihnachtskonzert retten, um ein wenig Weihnachtsstimmung in die Herzen der Leute zu bringen. Wir tragen die Massnahmen selbstverständlich mit und werden uns im Rahmen des Möglichen etwas ausdenken, um Ihnen weihnächtliche Musik zu bringen. Sobald unsere Ideen konkreter sind, werde ich eine Beschreibung auf der Homepage aufschalten.
Bleiben wir zuversichtlich, singen wir, auch für uns allein zuhause, das tut immer gut, und gehen wir mit den Königen auf den Weg. Ein Lied, das wir in der Kantorei bei den letzten Proben auswendig gelernt haben, soll Sie begleiten: «Ein Stern ist aufgegangen, ein Stern aus Jakobs Haus; drei Weise sahn ihn prangen, drei Könige zogen aus.»
Gabriela Schöb, Kantorin
Bereitgestellt: 26.11.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
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