Denise Bartholdi

Der Gottesdienst – vom stillen Hafen auf die hohe See

Blick vom Thalwiler Kirchturm <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Petra&nbsp;R&uuml;dis&uuml;li)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>600</div><div class='bid' style='display:none;'>6820</div><div class='usr' style='display:none;'>562</div>

Was sich ab jetzt bereits ändert
Die Pfarrlandschaft in der Kirchgemeinde gerät in Bewegung. Mit der Frühpensionierung von Pfr. Uli Bona und dem Stellenantritt von Pfrn. Julia Matucci am 1. März 2021 wird der Pfarrkonvent wieder weiblicher – ein von der Kirchgemeinde lang ersehnter Wunsch. Bis dahin erfährt die Gemeinde Unterstützung durch Pfrn. Rahel Walker Fröhlich, die vor allem die Gestaltung von Gottesdiensten und Kasualien wie Abdankungsfeiern wahrnehmen wird.

Doch bereits vom 1. November 2020 an bin ich selber nach zwölf Jahren «Exil» als Seelsorger im Sanatorium Kilchberg (40 %) wieder zu 100 % in der Thalwiler Gemeinde aktiv und teile mit Gabriela Schöb, Kantorin, und Gerda Dillmann, Organistin, das Aufgabengebiet «Gottesdienst und Musik». Dieses Ressort besitzt ein grosses Potenzial, gezielt mit Menschen in Beziehung zu treten, die von sich aus keine Nähe zur Kirche haben und bis jetzt nicht von uns angesprochen wurden. Insbesondere die schöne und prominent gelegene Kirche auf der Platte verdient einen unbefangenen Blick, um neu liturgisch im einem weiten, Kunst, Kultur und Gastlichkeit verbindenden Sinn «bespielt» und belebt zu werden. Und hierzu fehlt es bereits jetzt nicht an engagierten und begabten Menschen – aus dem Kreis der Mitarbeiterschaft wie der freiwillig mitwirkenden Personen, um sich einer solchen Aufgabe zu stellen.

Auch erhoffen wir uns von einer solchen Öffnung neue Formen seelsorglicher und diakonisch-solidarischer Präsenz – gerade in Zeiten des inneren Rückzugs und der sozialen Isolation, in die uns die gesellschaftliche Entwicklung treibt, die durch die Corona-Krise zusätzlich beschleunigt wird.
Persönlich aber freut es mich, mich meiner Kirch- und Wohngemeinde wieder ungeteilt widmen zu können und in einer vielversprechenden Zusammensetzung des Pfarrteams zusammen mit dem Gemeindekonvent und der Kirchenpflege den Herausforderungen einer Zeit zu begegnen, in der auf die Frage nach Sinn, Spiritualität und Gemeinschaft kontinuierlich neue Antworten gesucht werden.

Was uns als Kirchgemeinde bevorsteht, ist nichts anderes als wozu uns Christus als Herr der Kirche herausruft und woran ein schönes Seemannslied erinnert, auf das unsere Kantorin Gabriela Schöb einmal gestossen ist:
A ship in a harbour is still and safe but that is not how she is meant to be. She is made of timber strong to sail on the open sea.
Ein Schiff im Hafen ist ruhig und sicher. Aber hierfür ist es nicht bestimmt. Es ist aus festem Holz gezimmert, um auf offener See zu segeln.
Die Kirche auf der Platte mit ihrem an einen Leuchtturm erinnernden Glockenturm weist auf die offene See der Zukunft hin, auf die wir uns als Gemeinde gut gerüstet zubewegen.
Pfr. Arend Hoyer
Bereitgestellt: 26.10.2020      
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Datenschutz
Impressum