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Petra Rüdisüli

Thalwiler Konzerte – Zu zweit an den Orgeln

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Lange genug waren sie nicht live zu hören, unsere drei Orgeln. Dafür dürfen sie sich nun im ersten Thalwiler Konzert nach dem Lockdown in ihrer ganzen Pracht zeigen. Viele bekannte Melodien und einige Trouvaillen stehen auf dem Programm.
Andreas Schönenberger, Organist der katholischen Kirche Thalwil, spielt zusammen mit Gerda Dillmann ein heiteres, farbiges und sehr unterhaltsames Programm mit Musik aus nah und fern. Mit physischen Reisen ist es nach wie vor etwas schwierig, aber an einem musikalischen Streifzug durch Europa werden wir glücklicherweise nicht gehindert.

Wir starten in der Heimat, genauer gesagt in Einsiedeln, wo Pater Anselm Schubiger (1815 – 1888) als Chordirigent und Komponist gewirkt hat. Sein heiterer Cäcilienmarsch ist eigentlich für drei Spieler gedacht, lässt sich aber mit unseren zwei grossen Orgeln auch bestens umsetzen.

Weiter geht es nach Österreich mit dem 1. Satz der Symphonie in g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart.
Musik aus dem hohen Norden erklingt zu vier Händen an der Haas-Orgel mit Morgenstimmung und In der Halle des Bergkönigs aus Edvard Griegs beliebter Peer Gynt-Suite.

Natürlich darf im Beethoven-Jahr 2020 ein Werk des grossen Meisters nicht fehlen. Beethoven hat leider nicht viel für Orgel komponiert. Ein äusserst zauberhaftes Adagio für einen selbstspielenden Orgelautomaten lässt sich allerdings wunderbar von zwei Spielern an einer Orgel darstellen. Für diese zarte Musik eignen sich die delikaten Klänge der Haas-Orgel besonders gut.

Wir reisen weiter in den Süden, nach Italien, wo es viel Musik für zwei Orgeln gibt. In manchen italienischen Kathedralen stehen sich zwei ebenbürtige Instrumente auf den Seiten des Kirchenschiffs gegenüber, was ein reizvolles musikalisches Pingpongspiel ermöglicht. Mit Werken von Giovanni Bernardo Lucchinettis, einem Komponisten am Übergang von Barock und Klassik, und Vincenzo Petralis, einem Vertreter des italienischen Belcanto-Stils, treten die Kuhn- und die Haas-Orgel miteinander in den Dialog.

Nach der erfrischenden italienischen Heiterkeit erwartet uns royale Festlichkeit: Edward Elgars Pomp and Circumstances Marches waren schon zu Lebzeiten des Komponisten so beliebt, dass sich König Edward VII. den Marsch Nr. 1 zu seinen Krönungsfeierlichkeiten wünschte. Im Programm wird der etwas weniger bekannte, aber nicht minder wirkungsvolle Marsch Nr. 4 zu hören sein.

Wir wagen einen Abstecher ins ferne Russland mit drei Stücken aus dem Nussknacker von Peter Iljitsch Tschaikowski und beenden unsere Reise in Frankreich.
Léon Boëllmanns mächtige Toccata aus der Suite Gothique ist zwar nur für eine Orgel komponiert, gewinnt aber an plastischer Wirkung, wenn man sie auf zwei Instrumenten spielt.

Wir freuen uns Sie auf die Reise mitnehmen zu dürfen!
Gerda Dillmann, Organistin




Bereitgestellt: 23.06.2020     Besuche: 4 heute, 62 Monat 
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