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Petra Rüdisüli

Zum Weiterdenken

waves-1867285_640 —  https://pixabay.com/de/photos/wellen-sonnenaufgang-ozean-meer-1867285/<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>600</div><div class='bid' style='display:none;'>6584</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

«Mir ist langweilig», so rief mein jüngster Sohn öfters, wenn ihm nichts einfiel, was er tun könnte. Es war ein Appell an den Vater etwas zu unternehmen, um sein Gefühl der Langeweile zu verscheuchen.
Manchmal schlug ich dann ein gemeinsames Spiel vor oder zeigte ihm die alten Kartons, aus denen mit Fantasie eine Menge zu gestalten sei.
Ein andermal sagte ich nur, er solle doch selbst überlegen wie er seiner Langeweile entfliehen könnte. Und nach kurzer Zeit fand der Kleine dann selbst zu einem Spiel oder malte auf einem Blatt Papier die Welt, wie er sie sah.

Anscheinend ist es für viele Kinder und auch Erwachsene schwer, Langeweile zuzulassen. Wir müssen sie bekämpfen, denn Langeweile sei ein Problem. Nichtstun ist was für «Verlierer». Wir stehen ständig unter dem Druck unsere Zeit sinnvoll zu nutzen. Immer etwas zu tun zu haben.

Blaise Pascal schreibt dazu: «Nichts ist so unerträglich für den Menschen, als sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung. Er wird dann sein Nichts fühlen, seine Preisgegebenheit, seine Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere.»

Doch Langeweile kann etwas Gutes sein. Viele Psychologen nennen die Langeweile sogar «Nahrung» für Gehirn und Seele. Nichts zu tun zu haben kann auch sehr entspannend sein. Ganz in Ruhe in den Himmel schauen oder einfach nur das Meer betrachten macht den Kopf frei für Neues.

Und wie halten sie es mit der Langeweile?
Pfr. Ulrich Bona
Bereitgestellt: 18.02.2020     Besuche: 67 Monat 
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