Aktuelle Berichte

Petra Rüdisüli

Grosses Reformationsjubiläum – aus der Sicht eines beteiligten Organisators

7L7A8565_Jubiläumskonzert 3-11-2019<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6446</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Den 130 Sängerinnen und Sängern dürfte es drei Tage nach dem Festgottesdienst und dem Konzert am Reformationssonntag in Horgen ergehen wie mir, der ich gerade den Artikel schreibe: Die Ohrwürmer, von denen die Predigt sprach, sind noch sehr aktiv: Bach, Schütz, Distler, die Jazz-Rhythmen, die Gesänge aus der Welt der Synagoge und der Gregorianik streiten einander in meinem Kopf um den ersten Rang.
Unsere Chorretraite, die Proben zusammen mit den anderen Chören der H2OTGemeinden, die Durchmischung der Generationen und der Instrumente sowie der Festtag selbst gehören zu einem einzigen grossen Erlebnisraum, eben das, was wir Organisatorinnen und Organisatoren uns von diesem Tag versprachen: Wir sind die singende Gemeinde, von der Calvin vor 500 Jahren träumte. Kinder, die während des Gottesdienstes die unterschiedlichen Perspektiven einnehmen konnten, die die Horgener Kirche zu bieten hat, die Gespräche im Anschluss, auf dem Weg und während des Essens an den schön dekorierten Tischen, die angeregte Austauschrunde im kleineren Kreis und die vielen Freiwilligen, die ihren Einsatz hier und dort fanden, manchmal anders als geplant, die Aufregung im Vorfeld sowie die fröhlichen Gesichter, aber auch die müden Leiber nach einem solchen Tag. Dies gehört zu einem solchen Fest. Auch, was leider nicht gelang, wie der Bus, der von Gattikon aus zum Gottesdienst hätte führen sollen und nicht fuhr. An dieser Stelle möchte ich bei den geprellten Gemeindegliedern persönlich um Entschuldigung bitten.

Nein, wir sind mit der Reformation nicht am Ende. So intensiv die musikalische Arbeit und so freudig die Reaktionen auf die zum Teil anspruchsvolle Kost sein mochten, ich wünsche mir aus der gemachten Erfahrung heraus noch mehr Durchdringung der Erfahrungswelten: mehr Gemeinde als Chor und Chor als Gemeinde.
Die Erfahrung zeigt nun, dass wir gemeinsam im grossen Saal Platz gefunden hätten, um das Brot zu brechen und uns an der feinen Suppe sowie am gespendeten Dessert zu erfreuen. Lassen wir uns von dieser Vision leiten.
Arend Hoyer, Pfarrer und Tenor
Bereitgestellt: 25.11.2019     Besuche: 41 Monat 
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