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Petra Rüdisüli

Michel Müller als Kirchenratspräsident bestätigt

Wahl des Kirchenrats 1-10-2019 —  https://www.flickr.com/photos/zhrefch/48827630332/in/album-72157711147523591/***https://creativecommons.org/licenses<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6421</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Die reformierte Kirchensynode hat Michel Müller als Kirchenratspräsident für eine dritte Amtszeit bestätigt. An ihrer konstituierenden Sitzung vom 1. Oktober wählte das reformierte Kirchenparlament ausserdem Margrit Hugentobler als neues Mitglied der Exekutive.
Mediencommuniqué vom 1. Oktober 2019
Mit 67 Stimmen hat die Kirchensynode den amtierenden Kirchenratspräsident Michel Müller für eine dritte Amtszeit im ersten Wahlgang bestätigt. Michel Müller war im Präsidium der Exekutive der reformierten Zürcher Landeskirche von zwei Kandidierenden eines überfraktionellen Komitees herausgefordert worden: Pfarrerin Gina Schibler und Pfarrer Marcus Maitland konnten sich im Kirchenparlament allerdings nicht durchsetzen. Auf Gina Schibler entfielen 9 Stimmen. 19 Mitglieder der Kirchensynode votierten bei der geheimen Wahl für das Kirchenratspräsidium für Marcus Maitland. Das absolute Mehr lag bei 59 Stimmen. Weitere ungenannte Kandidatinnen und Kandidaten erhielten insgesamt 21 Stimmen.

Herausforderin wie Herausforderer hatten im Vorfeld der Wahlen das Wirken das Kirchenrates und namentlich des Präsidenten im Reform- und Zusammenschlussprozess KirchGemeindePlus kritisiert und forderten eine Neubesinnung. Gina Schibler, Pfarrerin in Volketswil und neu auch selbst Mitglied der Kirchensynode, begründete ihre Kandidatur überdies damit, bezüglich Klimapolitik und Bewahrung der Schöpfung stärkere Akzente zu setzen. Ausserdem sei es Zeit für eine Theologin an der Spitze der evangelisch-reformierten Landeskirche.

Marcus Maitland, Pfarrer in Hittnau und Dekan für den Bezirk Pfäffikon, positionierte sich als Kandidat, der im Reformprozess stärker auf eine Vielfalt der Lösungen in den unterschiedlichen Regionen und den Einbezug der Experten vor Ort hinarbeiten möchte. Adrian Honegger, Synodaler aus Winterthur, hatte die Kandidierenden vorgestellt und beide zur Wahl empfohlen. Es sei Zeit für einen Neuanfang nach acht, aus seiner Sicht ernüchternden Amtsjahren.

Eva Ebel, Fraktionspräsidentin des Synodalvereins, und Mattias Reuter, Präsident der Religiös-sozialen Fraktion, hatten ihrerseits zur Unterstützung von Michel Müller aufgerufen und auf dessen Verdienste in den vergangenen Amtsjahren hingewiesen. Der Kirchenrat habe unter der Leitung von Michel Müller Themen vorangetrieben, die die reformierte Kirche tiefgehend prägen, so etwa die 2015 durchgeführte Reorganisation der Gesamtkirchlichen Dienste, der Reformprozess Kirch-GemeindePlus, der den Weg für Zusammenschlüsse von Zürcher Kirchengemeinden öffnet, das Reformationsjubiläum oder die vom reformierten Stimmvolk 2018 beschlossene Teilrevision der Kirchenordnung.

Die weiteren bisherigen Mitglieder des Kirchenrates wurden in ihrem Amt bestätigt. Gewählt sind für die nächsten vier Jahre Andrea Marco Bianca (103 Stimmen), Bernhard Egg (94), Katharina Kull-Benz (77), Daniel Reuter (91) und Esther Straub (87). Für den zurückgetretenen Kirchenrat Thomas Plaz portierte der Synodalverein Magrit Hugentobler als Nachfolgerin. Ihre Kandidatur war unbestritten. Sie wurde mit 96 Stimmen, dem zweitbesten Resultat, in die siebenköpfige Exekutive der Zürcher Landeskirche gewählt. Margrit Hugentobler ist seit 2007 Mitglied der Kirchensynode und präsidiert seit vier Jahren die Finanzkommission. Die 57-jährige Kauffrau und Mutter von drei Kindern kennt die Arbeit der reformierten Landeskirche aus verschiedenen Perspektiven: Sie ist Kirchenpflegepräsidentin von Pfäffikon und administrative Leiterin der Kirchgemeinde Illnau-Effretikon.

In der konstituierenden Sitzung wählte die Kirchensynode auch ihr Präsidium. Sie bestätigte als Präsidentin Simone Schädler und als 1. Vizepräsidentin Barbara Bussmann und wählte als zweiten Vizepräsidenten neu Michael Bänninger.
Bereitgestellt: 02.10.2019     Besuche: 5 heute, 69 Monat 
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