Aktuelle Berichte

Petra Rüdisüli

ReformCafé • Reformation und Immigration

Grossmünstertürme <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6368</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Freitag, 23./30. August und 6. September 2019
um 17 Uhr im Köllibeck Gattikon
Zur Zeit der Reformation wurde viel gestritten und geschimpft, aber auch gelesen und im Licht des Evangeliums vor allem auch … nachgedacht. Nachdenkend lassen sich gewisse Zusammenhänge überhaupt erst entdecken und auf den Begriff bringen. So wurde z.B. in Zürich mit Zwingli das Armenwesen überhaupt erst einmal als soziales und wirtschaftliches Problem erfasst und die Armenfürsorge nach rationalen Kriterien gestaltet.

So ist mit Calvin begonnen worden, über die Beziehung zwischen Reichtum und Gemeinwohl unter dem Aspekt der persönlichen Verantwortung jeder und jedes Einzelnen für das Wohlergehen ihrer bzw. seiner Mitmenschen nachzudenken. Ein grenzenloses Anhäufen von weltlichen Gütern wurde in Genf wie in anderen „reformierten“ Gebieten auch ebenso zu unterbinden versucht wie umgekehrt das Bettelwesen. Auf diese Weise hat die Reformation vieles bewirkt. Eine besondere Kraft ging dabei vom Anspruch aus, dieses Nachdenken öffentlich zugänglich zu machen und zur Teilnahme daran durch Erziehung und Bildung anzuregen. So ist auch Zwinglis Zürcher Bibel ein Gemeinschaftswerk.
Wir haben heute eher die Tendenz, uns die gesellschaftlichen Zusammenhänge durch Meinungsmacherinnen und -macher aller Art fix fertig liefern zu lassen, als gäbe es jeweils nur eine bestimmte Weise, die Dinge „richtig“ zu sehen und zu entscheiden. Ich würde sogar sagen, dass wir uns daran gewöhnt haben, in vielen Dingen überhaupt nicht mehr zu denken, sondern nur noch nachzuvollziehen, was andere uns vorgekaut haben und als
„Lösung“ präsentieren, wie z. B. in der Telefonie: „Was neu auf den Markt kommt, ist das, was Sie brauchen!“
Wirklich?

Miteinander nachdenken, in trauter Runde gemeinsam Zusammenhänge neu zu sehen wagen, das ist, was hinter der Bezeichnung „ReformCafé“ steht. In den Jahren 2020 bis 2022 laden wir Sie ein, an verschiedenen Orten der H2OT-Gemeinden Horgen, Oberrieden und Thalwil über die Beziehung zwischen „Reformation und Gesundheit“, „Reformation und Wirtschaft“ sowie „Reformation und Politik“ bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen miteinander nachzudenken und zu diskutieren.

Dieses Jahr treffen wir uns zum „ReformCafé“ an drei Freitagnachmittagen um 17 Uhr im Köllibeck Gattikon. Das erste Treffen, an dem wir uns mit dem Thema in seiner ganzen Breite auseinandersetzen, findet am 23. August statt. Bleiben noch der 30. August und der 6. September, an denen wir die Beziehung zwischen Reformation und Immigration vertiefen und so hoffentlich für uns alle erhellend auf den Punkt bringen können. Das Ergebnis wird dann auch veröffentlicht.
Ich freue mich auf ein angeregtes Gespräch über eine schwierige Frage – im Licht des Evangeliums.

Pfarrer Arend Hoyer
Bereitgestellt: 20.08.2019     Besuche: 25 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch