Aktuelle Berichte

Petra Rüdisüli

Guter Rechnungsabschluss für die reformierte Landeskirche

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Die Kirchensynode genehmigt die Jahresrechnung der Zentralkasse der reformierten Landeskirche mit einem Ertragsüberschuss von knapp 7,6 Mio. Franken. Die Debatte über den neuen Finanzausgleich hat sie vertagt.
Mediencommuniqué vom 2. Juli 2019
Erfreuliche Zahlen für die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich: Sie schliesst die Jahresrechnung 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 7‘585‘936 Franken ab. Entsprechend zufrieden nahm die Kirchensynode an ihrer Versammlung vom 2. Juli davon Kenntnis. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschrieben. Dieses beträgt damit rund 50,5 Millionen Franken.
Die Stärkung des Eigenkapitals ist seit mehreren Jahren Ziel von Kirchenrat und Kirchensynode.
Der Synodale Markus Bürgin, Rorbas, zeigte sich erfreut über das positive Ergebnis, empfahl
der Kirchensynode allerdings, künftig den Zentralkassenbeitragssatz zu senken, um die Kirchgemeindenzu entlasten. Katharina Kull, Kirchenrätin im Ressort Finanzen, relativierte die Grösse der Reserve und wies darauf hin, dass dem Eigenkapital beträchtliche laufende Verpflichtungen der
Landeskirche gegenüberstünden.
Zum komfortablen Betriebsergebnis führten Unterschreitungen beim Personalaufwand (3,8 Mio.
Franken), bei den Sachkosten (0,8 Mio. Franken) und ein tieferer Saldo bei den Beiträgen (1,4 Mio.
Franken) sowie ein besseres Ergebnis bei den betrieblichen Erlösen (1,1 Mio. Franken). Die grösste
Abweichung bei den Beiträgen resultiert aus noch nicht beanspruchten Beiträgen von knapp 1,2
Mio. Franken aus dem Projekt KirchGemeindePlus.
Die reformierte Landeskirche legt neben der Rechnung auch mit dem Jahresbericht Rechenschaft
darüber ab, was sie und ihre Kirchgemeinden im Kanton Zürich leisten. Der Jahresbericht 2018 lag
der Kirchensynode an dieser Sitzung ebenfalls vor. Sie hiess ihn einstimmig gut. Verschiedene
Votanten würdigten die Vielfalt und die Qualität der Leistungen der Kirchgemeinden und der Landeskirche, die im Jahresbericht sichtbar werden. Mit dem Reformationsjubiläum – dem bildstarken
Schwerpunkt des Berichts – sei es gelungen, das Wirken der Kirche im letzten Jahr gut sichtbar zu
machen.

Finanzausgleich vertagt
In der Kirchensynode gab auch der neu konzipierte und ursprünglich auf diese Sitzung traktandierte Finanzausgleich zu reden. Das Büro der Kirchensynode hatte das Geschäft nach Absprache mit der vorberatenden Kommission und dem Kirchenrat kurzfristig zurückgestellt. Es seien noch zu viele Fragen offen, um das Geschäft abschliessend behandeln zu können, begründete Adrian Honegger, Präsident der vorberatenden Kommission, das Vorgehen. Zur Debatte steht ein Wechsel vom bisherigen Defizitdeckungsverfahren zu einem System, das stärker auf den Ausgleich der Ressourcen der Kirchgemeinden zielt und auf nachvollziehbaren und für alle gleich geltenden Berechnungsmethodenbasiert. Modellrechnungen zeigen allerdings, dass einige Kirchgemeinden
grosse finanzielle Einbussen zu gewärtigen hätten.

Engagiert in Suizidprävention
Wie stark engagiert sich die Landeskirche in der Suizidprävention und Nachsorge? Zu dieser Frage nahm der Kirchenrat im Rahmen der Beantwortung eines Postulats Stellung, das von Michael Wiesmann, Buchs, eingereicht worden war. Der Kirchenrat zeigte auf, dass die Landeskirche und die Kirchgemeinden in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich und weiteren Institutionen stark in die Thematik eingebunden sind: Die Dargebotene Hand leistet in der Prävention einen wichtigen Beitrag. Die Betreiberin des Sorgentelefons 143 wird mit jährlich wiederkehrenden Beiträgen der Landeskirche unterstützt. Involviert ist auch die Notfallseelsorge. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Landeskirche sowie die Seelsorgenden der katholischen Kirche betreuen als Notfallseelsorgende sowohl die Angehörigen und Betroffenen vor Ort als auch die Ersthelfenden oder Augenzeugen.
Auch Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Kirchgemeinden, im Spital oder in psychiatrischen
Anstalten unterstützen Angehörige von Menschen, die Suizid oder Suizidversuche begangen
haben. Nach einem Vorstoss der vorberatenden Kommission prüft der Kirchenrat nun weitere Unterstützung im Bereich der Suizidnachsorge, nachdem ein entsprechendes Angebot bei der Kirchgemeinde der Stadt Zürich nicht mehr weitergeführt wird.

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Bereitgestellt: 03.07.2019     Besuche: 50 Monat 
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