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Petra Rüdisüli

H2OT – von Praxisblüten und einem Wermutstropfen

H2OT-Praxisblüten  —  Collage: Petra Rüdisüli<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6348</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

In einer bemerkenswerten Vielfalt präsentieren sich im Reformationsjubiläum 2019 die erlebten und geplanten Anlässe im H2OT. Hier ein paar Duftnoten und was es mit dem Vertrags-Wermutstropfen» auf sich hat.
Gut besuchte H2OT-Gottesdienste mit ansprechenden Themen gehören zu den wichtigsten Blüten der Zusammenarbeit. Es war zwar nicht Zwingli selbst, der am 7. April Gast in Thalwil war, aber immerhin der Regisseur Stefan Haupt. Er bezog sich auf ein Bibelwort, das auch sein Film-Zwingli zur Sprache bringt. «Was ihr einem meiner geringsten Schwestern und Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan»
(Mt 25,40).
In diesem Sinne gehe es darum, die Errungenschaften der Reformation und das politisch-ethische Engagement von Zwingli auf unsere heutigen Gegebenheiten hin zu bedenken und zu übersetzen.
Einer, der unermüdlich seine Stimme gerade auch in Krisenzeiten erhob, war der Theologe Karl Barth (1886–1968). Viele seiner wegweisenden Schriften entstanden in seinem Ferienhaus «Bergli» in Oberrieden. 100 Jahre nach Erscheinen seines epochalen Römerbriefkommentars widmete sich darum der H2OT-Gottesdienst im Februar der Barth’schen Paulusinterpretation.

Mit exakt diesem Grundwort der Diakonie aus dem Matthäusevangelium begab sich die JuKi (5. bis 7. Klasse) auf ihre Exkursion «Sunedörfli» nach Zürich. 500 Jahre nach dem «Mushafe», der ersten Gassenküche, erfuhren die Kinder, warum und wie sich die Sozialwerke Pfarrer Sieber heute für die Menschen am Rande einsetzen. Nach dem Zwingli-Weekend in Wildhaus und der Exkursion zum Grossmünster war das die dritte gemeinsame Unternehmung.

Bleiben wir bei der Bildung, einem Akzent der Reformierten. Auf die Filme in den Dorfkirchen folgte der erste Teil der Reihe «Biblische Bücherv orgestellt und diskutiert». Im Zürcherhaus in Oberrieden führten vier lebhafte Lehr-Gespräche in die Bücher Genesis, Jeremia, Hiob und das Johannesevangelium ein.

Bitter war die Nachricht, dass der Kirchenrat den H2OT-Zusammenarbeitsvertrag nur provisorisch genehmigte. Inhaltlich korrekt, müssen nun formale Ungenauigkeiten angepasst werden. Es wird darum
an den Kirchgemeindeversammlungen im Dezember zur Wiederholung der Abstimmung über den Vertrag kommen.

Blütenpracht entfaltete sich auch an Pfingsten, unter anderem gab es erstmals einen gemeinsamen Taufgottesdienst am Zürisee, und für den Pfingstsonntag transportierte ein Oldtimer-Postauto die Gottesdienstbesucher nach Horgen, «luftig, leicht, befreit» – das pfingstliche Motto kann auch als Leitwort für weitere H2OT-Anlässe dienen.

Freuen können wir uns nämlich auf Blüten, die noch aufgehen werden: gemeinsame Gottesdienste in Horgen und Hirzel, die ausgebuchte Gemeindereise nach Ostfriesland, vier biblische Lehrgespräche
und als Höhepunkt des Reformationsjubiläums unser grosses Reformationsfest in Horgen, an dem alle
Kirchenchöre mitwirken – soli Deo gloria.
Pfr. Jürg-Markus Meier
Bereitgestellt: 20.06.2019     Besuche: 26 Monat 
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