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Petra Rüdisüli

«Gibt es gutes Sterben?»

Axel Zwahlen 09_2019_LY11 kompr<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6230</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Eine unmögliche Frage: Gibt es gutes Sterben? Kann ich es mir denn vielleicht aussuchen, wie, wo und wann ich sterben werde? Die Antwort lautet wohl: je länger je mehr. Wir können ganz vieles selber entscheiden und uns einrichten – ja, der technologische Fortschritt zwingt uns sogar, Entscheidungen zu treffen, die unser eigenes Leben und Sterben beeinflussen. Angeregt durch Diakon Volker Schmitt gestaltet die Ökumene Thalwil zusammen mit dem Alters- und Pflegezentrum Serata in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe zum Thema «Gibt es gutes Sterben?».
Arend Hoyer,
Der erste Anlass in dieser Reihe findet am Freitag, 17. Mai 2019 um 19.30 Uhr im kath. Pfarreizentrum Thalwil statt. Prof. Dr. Hanspeter Schmitt,Professor für theologische Ethik an der Theologischen Hochschule Chur, wird über das Thema «Was heisst gutesSterben – Gestaltungsfreiheiten am Lebensende» referieren.
Das Thema gutes Sterben oder Sterbehilfe wird zu Unrecht oft auf die Streitfragen der Tötung oder Selbsttötung am Lebensende begrenzt. Dabei sehnen sich Menschen in Krankheit, Krise, Alter und
Pflege auch nach vielen anderen Formen der Unterstützung, Begleitung und Sinnstiftung.
Die Frage lautet folglich, welche Perspektiven und Verantwortungsträger zusammenwirken
müssen, damit eine solche umfassende Solidarität für immer mehr Menschen eine erfahrbare Wirklichkeit wird.
Denkbar ist, dass ein solch breites soziales Handeln zahlreiche positive Effekte für eine humane Kultur des Alterns und Sterbens hervorbringt. Dass Kirchen und Religionen dabei nicht aussen vor sind, sondern in einer konstruktiven Weise mitwirken, kann eine zusätzliche Chance sein.

Der zweite Anlass wird am Dienstag, 28. Mai 2019 um 19:30 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus sein. Christoph Morgenthaler, emeritierter Professor für Seelsorge und Pastoralpsychologie an der Theologischen Fakultät der Universität Bern, referiert über das Thema «Gibt es auch ein gutes Sterben mit assistiertem Suizid?»: Sterbehilfeorganisationen verstehen den assistierten Suizid als «Freitod», als Inbegriff eines guten, selbstbestimmten Sterbens. Wie verhält sich dieser Anspruch zur Praxis des assistiertenSuizids in der Schweiz?
Was sagen Kirchen dazu? Gibt es dies denn überhaupt: ein gutes Sterben? Vor dem Hintergrund von Informationen zum assistierten Suizid und von Erfahrungen aus der Seelsorge bei Menschen, die von einem assistierten Suizid betroffen sind, entwickelt Christoph Morgenthaler eine reformierte
Sicht auf die Problematik.

Am Dienstag, 10. September 2019 um 18.30 Uhr beschäftigt sich eine SerataDialog-Veranstaltung mit dem Thema des «guten Sterbens». Eine Podiumsdiskussion soll über die interdisziplinären Möglichkeiten von Medizin, Pflege und Seelsorge Einblick geben.

Als Abschluss der Reihe wird am Samstag, 16. November 2019, 10 bis 16 Uhr, ein «Letzter Hilfe Kurs» im Serata organisiert, welcher von der reformierten Landeskirche Zürich angeboten wird.
Gibt es gutes Sterben? Eine Frage, auf die wir alle eigene Antworten suchen müssen. Tauschen wir uns darüber aus.

Volker Schmitt und ich freuen uns auf anregende Vorträge und Gespräche und hoffen, mit dieser Reihe Ihr Interesse zu wecken.
Für die Ökumene Thalwil
Volker Schmitt, Diakon
Arend Hoyer, Pfarrer
Bereitgestellt: 27.04.2019     Besuche: 23 Monat 
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