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Petra Rüdisüli

Gottesdienst mit Stefan Haupt

Stefan Haupt, Regisseur kompr<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>559</div><div class='bid' style='display:none;'>6219</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Der Regisseur des Zwingli-Films zu Gast im H2OT-Gottesdienst in Thalwil am 7. April 2019 um 10 Uhr
Im Januar 2019 kam Stefan Haupts neuestes Werk «Zwingli» in die Schweizer Kinos und entwickelte sich bereits in den ersten Wochen zu einem absoluten Publikumsrenner. Mehr als 200'000 Zuschauer sind mit Zwingli in das Zürich der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eingetaucht. Auch ich. Mich hat der Film gleichzeitig berührt und begeistert. Um was geht es?
Alke de Groot,
Im Jahre 1519 kommt Huldrych Zwingli (dargestellt von Max Simonischek) nach Zürich, um seine neue Stelle als Leutpriester am Grossmünster anzutreten. Schon bei seinem ersten Auftritt in der Kirche erschreckt er Vorgesetzte und Gemeinde mit der Ankündigung, die lateinischen Bibeltexte künftig auf Deutsch vorzutragen. Weitere Reformen folgen: Zwingli macht der Stadt Zürich die Reformation schmackhaft mit der Aussicht auf Verstaatlichung der Klöster, er verhilft dem lokalen Buchdrucker mit seinen Pamphleten zu Rekordeinnahmen, er setzt die Priesterehe durch und heiratet seine Anna. In knapp zwei Stunden werden die zwölf Jahre von Zwinglis Amtsantritt bis zu seinem Tod auf dem Schlachtfeld gegen die Innerschweizer Katholiken dargestellt.

Schon als Kind ist Stefan Haupt mit Zwingli in Berührung gekommen. Immer wieder war er in Wildhaus in den Ferien und hat dort mehrmals das Zwingli-Geburtshaus besucht. Im Kinderchor des Zürcher Grossmünsters hat er das Weihnachtsoratorium mitgesungen. Zwingli war für ihn immer eine positive Figur. Bei seinen Recherchen für den Film hat ihn besonders Zwinglis Aufrichtigkeit und sein Interesse am Wort beeindruckt: «Wenn wir schon aus der Bibel vorlesen, dann müssen die Leute das doch
auch verstehen!»

Der Gottesdienst vom 7. April wird von Stefan Haupt, Pfarrerin Alke de Groot und Pfarrer Ulrich Bona gestaltet. Wir werden Ausschnitte aus «Zwingli» sehen – daher findet der Gottesdienst im Kirchgemeindehaus statt. Denn die Thalwiler Kirche lässt sich nicht ausreichend verdunkeln. Und auch die Tonqualität ist im Kirchgemeindehaus einfach besser. In einem Interview wird Alke de Groot den Regisseur und Filmemacher befragen, und Stefan Haupt wird auch mit einer Ansprache zu Worte kommen. Natürlich werden wir von Zwingli gedichtete Lieder singen und Musik aus seiner Zeit hören.

Einige Eckdaten zu Stefan Haupt:
1961 kam er in Zürich zur Welt, wo er das Realgymnasium Rämibühl besuchte und 1988 die Schauspiel Akademie Zürich mit einem Diplom als Theaterpädagoge abschloss. Seit 1989 ist er freischaffend als Filmemacher, Regisseur, Autor und Filmproduzent tätig, 1998 gründete er mit Fontana Film eine eigene Produktionsfirma und gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten und bekanntesten Protagonisten der Schweizer Filmszene. Sein Spielfilmdebüt «Utopia Blues» gewann 2001 den Zürcher und den Schweizer Filmpreis, «Elisabeth Kübler-Ross» aus dem Jahr 2003 ist mit europaweit rund 300'000 Zuschauern bis heute einer der erfolgreichsten Schweizer Dokumentarfilme, und «Der Kreis» (2014) wurde unter anderem an der Berlinale mit dem Panorama Publikumspreis und gleich mit vier Schweizer Filmpreisen ausgezeichnet - und von der Schweiz ins Rennen um den Oscar für den besten ausländischen Film geschickt.
Pfrn. Alke de Groot, Horgen
Bereitgestellt: 18.03.2019     Besuche: 33 Monat 
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