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Petra Rüdisüli

Musik zum Karfreitag – Orgelkonzert

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Passionschoräle von Johann Sebastian Bach im Dialog mit Werken von César Franck und Jean Langlais
Gerda Dillmann,



Gerda Dillmann eröffnet das Karfreitagskonzert mit J. S. Bachs sechsstimmigem Choralvorspiel über «Aus tiefer Notschrei ich zu dir». Volles Orgelwerk (davon zwei im Pedal), lässt den Raum erschüttern,
und schmerzvolle Harmonien verdeutlichen die tiefe Not. Sanft dagegen klingt «O Lamm Gottes unschuldig» aus Bachs Orgelbüchlein. Aber auch hier ist der Schmerz in den Seufzermotiven der
Oberstimmen hörbar.
An der Haas-Orgel werden Werke von Jean Langlais (1907-1991) zu hören sein. Der blinde Organist und Komponist galt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als einer der experimentierfreudigsten
französischen Musiker. Er hat ein beeindruckendes Oeuvre hinterlassen, davon eine Vielzahl an kleineren Orgelstücken wie «Chant de peine» und «Mon âme cherche une fin paisible» über die Melodie von
«O Haupt voll Blut und Wunden». Trotz vieler Dissonanzen wohnt der Tonsprache von Langlais etwas Sanftmütiges inne.

Im Zentrum des Programms steht César Francks Choral in A-Moll. Der 1822 geborene belgische Komponist und Organist kam in jungen Jahren nach Paris, wo er für die Orgelwelt bald eine zentrale
Rolle einnahm. Seine Trois Chorals können als Choralparaphrasen im Sinne von Franz Liszt bezeichnet werden. Sie entfalten sich um choralartige Themen, denen kein Text zugrunde liegt. Im A-Moll-Choral
finden wir sowohl Anklänge an Bachals auch hochromantische Harmoniefolgen,lyrische Melodien und zum Schluss eine virtuose Verwebung der verschiedenen Elemente.
Zuletzt noch einmal Bach: «O Lamm Gottes unschuldig» aus den Leipziger Chorälen, welches auch im Eingangschor der Matthäuspassion vorkommt, ist gross und festlich angelegt und lässt schon etwas
auf Ostern hoffen.
Gerda Dillmann, Organistin

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Bereitgestellt: 29.03.2019     Besuche: 41 Monat 
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