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Gabriela Schöb

«Wenn Engel singen»

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Engel in der Reformierten Kirche Thalwil

Oder: Was macht Weihnachten aus?
Gabriela Schöb,
Was eigentlich Weihnachten sei, sollte der kleine Engel Luigi in der Himmelsschule gerade eben lernen, als er beim «gaagele» umkippt und prompt durch alle Wolken fällt und irgendwo tief unten landet. Dort fühlt sich alles dermassen hart an, dass Luigi eiskalt und richtig kombiniert, dass er wohl auf der Erde gelandet sei. Aber was braucht ein kleiner Engel mehr als Flügel, um in seinen Himmel zurückzukommen? Diese Flügel würden ihm und allen Engelsschülern wachsen, sobald sie verstanden hätten, was Weihnachten sei, das hatte er als letzte Worte des Lehrers gehört. Was macht nun ein kleiner Engel auf der Erde, der die wichtigste Lektion seines Lebens verpasst hat? Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als Menschen zu fragen. Aber die reagieren nicht auf seine Fragen ... so lange, bis Luigi bemerkt, dass sie ihn gar nicht sehen können. Also beobachtet er ungesehen und zieht so seine Schlüsse: Weihnachten ist, wenn alle rumrennen, zu Weihnachten braucht es Geschenke, je mehr desto besser, zu Weihnachten geht man am liebsten auf Reisen – weit fort von zuhause wird man auch nicht von ungebetenem Besuch «überrascht».

Wirklich? Das also soll Weihnachten bedeuten? Luigi kann und will es nicht glauben und beschliesst Kindern zu helfen, die ihrerseits mit Musik helfen wollen. Sie singen mitten im Getümmel eines Weihnachtsmarktes vom Wunder von Weihnachten. Als das Ganze zu scheitern droht, greift Luigi unsichtbar und helfend ein ...

Wie die Geschichte ausgeht, können Sie in den beiden Aufführungen des diesjährigen Weihnachtsspiels «Wenn Engel singen» miterleben. Alljährlich öffnen die Kinderchöre im letzten Quartal die Türen für weitere Kinder aus Thalwil und Gattikon, und so singen und spielen unter der bewährten Leitung von Erika Weiss-Wichert und Gabriela Schöb und unter der Regie von Barbara Müller-Zwygart 60 Kinder diese ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte. Sie enthält viel swingende Musik und eine unterhaltsame Geschichte, die auch nachdenklich stimmt.

Was macht denn nun Weihnachten aus? Drei Vorschläge

Mit dem Singkreis im Dezember aus schöner Tradition die Bewohnerinnen und Bewohner des Serata besuchen. Gemeinsam Adventslieder singen und eine Weihnachtsgeschichte hören. Die Türen stehen weit offen, alte Bande werden wieder aufgenommen und neue geknüpft.

Bei der Roratefeier morgens früh in der nur mit Kerzen erleuchteten Kirche den Bibelworten und den dreistimmigen Gesängen von «Dreixong» lauschen und Abendmahl feiern, dann ein gemeinsames Zmorge essen und im Morgengrauen adventlich gestimmt zur Arbeit gehen.

Der Kantorei zuhören, wie sie an Heilig Abend und am Konzert am 4. Advent begleitet von vier Bläsern der Jungmusik KRT barocke Weihnachtsmusik singt und damit feierliche, frohe und zuversichtliche Weihnachtsstimmung verbreitet. Mit einem uralten Text in einer Vertonung von Daniel Pinkham fragt der Chor die Hirten, was sie von den Engeln gehört hätten. Dann staunt der Chor über das Bild, das sich ihm im Stall bietet: die Heilige Familie und das Kind mit Ochs und Esel. Am Ende, nachdem alle das Weihnachtswunder erlebt und verstanden haben, stimmen die Menschen selbst in den Engelschor ein: Gloria in excelsis Deo und Friede auf Erden den Menschen!
Gabriela Schöb, Kantorin

12.12.2018
Singkreis im Advent









Bereitgestellt: 19.11.2018     Besuche: 4 heute, 82 Monat 
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