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Petra Rüdisüli

Reformationskonzert – Orgel hoch 3

H2OT-Organisten<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>512</div><div class='bid' style='display:none;'>6023</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Während zu Zwinglis Zeiten die Orgeln aus den Kirchen verbannt wurden, feiern wir am 4. November 2018 Reformation mit vier Organisten an drei Orgeln und Werken aus drei Jahrhunderten! An reformatorischer Musik fehlt es nicht. Besonders viele Werke gibt es zum Luther-Choral «Ein feste Burg ist unser Gott».
Gerda Dillmann,
Die vier H2OT-Organistinnen und -Organisten freuen sich sehr, ein grösseres Projekt umsetzen zu können. Mit einem nuancierten und spannenden Programm spielen Gerda Dillmann (Thalwil), Barbara Grimm (Hirzel und Horgen), Philipp Mestrinel (Horgen) und David Schenk (Oberrieden) zu einem gemeinsamen Konzert auf. Dabei schöpfen die Musikerinnen und Musikerdie instrumentalen Möglichkeiten, welche die reformierte Kirche Thalwil bietet, voll aus: Sie spielen auf der grossen Kuhn-Orgel von 1946, der historischen Haas-Orgel von 1865 auf der Empore sowie auf der noch jungen Truhenorgel von Peter Meier. Manchmal miteinander im Dialog auf verschiedenen Instrumenten, manchmal nacheinander, wie einander zuhörend.

Gleich drei Werke sind Bearbeitungen über Luthers Reformationslied «Ein feste Burg ist unser Gott»:
die Choralfantasie von Max Reger und der gleichnamige Satz aus Felix Mendelssohns Reformationssymphonie sowie eine ausführliche Choralbearbeitung von Heinrich Scheidemann. Daneben wird von Mendelssohn auch die 4. Sonate erklingen und eine Ciacona von Johann Pachelbel. Da es für drei Orgeln keine passenden Originalkompositionen gibt, haben die Musikerinnen und Musiker bestehende Orgelwerke für drei Instrumente eingerichtet. Johann Pachelbels Ciacona und Heinrich Scheidemanns Choralfantasie bekommen durch die Aufteilung auf mehrere Instrumente eine plastische Wirkung. In Scheidemanns Komposition finden wir viele Echo-Stellen, die auf zwei Instrumenten gespielt sehr realistisch klingen. Die Variationen der Ciacona wandern von Orgel zu Orgel durch den Raum.

Für die solistischen Werke eignet sich die Kuhn-Orgel am besten. David Schenk lässt es mit Regers Choralfantasie donnern und brausen, Philipp Mestrinel interpretiert die vor Einfallsreichtum sprühende 4. Sonate von Felix Mendelssohn und Gerda Dillmann stellt die orchestralen Möglichkeiten der Orgel mit einer Bearbeitung des 4. Satzes aus Mendelssohns Reformationssymphonie unter Beweis. Auch bei den solistischen Werken ist immer mehr als ein Organist an der Arbeit, denn die Assistenten links und rechts des Spieltisches, die dafür sorgen, dass im richtigen Moment die richtigen Register gezogen werden, sind für eine gelungene Aufführung ebenso wichtig wie der Spieler selbst.

Herzliche Einladung zu Orgel hoch 3!
Gerda Dillmann, Organistin



Bereitgestellt: 23.10.2018     Besuche: 43 Monat 
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