Aktuelle Berichte

Patricia Keller

Bericht aus der Jugend-WG (Wohngemeinschaft) an der Schwandelstrasse

IMG_2334 2<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>550</div><div class='bid' style='display:none;'>5986</div><div class='usr' style='display:none;'>99</div>

Seit gut neun Monaten besteht die Jugend-WG an der Schwandelstrasse. Die Jugendlichen stellen sich vor und gewähren einen kleinen Einblick in ihren Alltag, der für alle eine grosse Bereicherung darstellt.
Patricia Keller,
22. Dezember:
An diesem Tag zogen die ersten von uns in die neue Jugend WG ein. Kalt war es, da die Heizungen erst bei unserem Einzug wieder eingeschaltet wurden. Maja, Roshvindh und ich, Joel, waren es, welche begonnen haben, die WG langsam in einen Wohnort zu transformieren. Selina, welche erst im März eingezogen ist, half damals schon tatkräftig mit. Von ihrer Verwandtschaft wie auch von vielen Menschen aus unserer Gemeinde bekamen wir Möbel, welche nun alle täglich gebraucht werden. Wir bedanken uns hier ganz herzlich noch einmal für den Beitrag.
So frisch wie wir in der WG waren, so mussten es auch unsere Kleider sein. Holpriges Anfangsthema: Die Waschküche. Da wir ziemlich viele Menschen auf einem Platz sind, betrachteten wir zuerst die Grösse unserer Waschmaschine als kritisch. Etwa ¾ eines Wäschekorbs kann in die Maschine rein, während damals alle zusammen mit je einem Wäschekorb in der Waschküche standen. Wir gewöhnten uns nun daran, unsere Wäsche so zu unterteilen, dass jeder Profit von einem Durchgang hat. Auch das Aufhängen der Wäsche, wegen nicht vorhandenem Wäschetrockner, wurde zum Standard und durch mehrere Hände auch schneller und effizienter.
Daneben gibt es noch die Putzarbeit, welche erledigt werden muss. Um Ungerechtigkeiten zu vermeiden, erstellten wir an einer unserer wöchentlichen WG-Sitzungen zusammen mit Patricia Keller einen Ämtliplan. Wir Bewohner werden jede Woche einem neuen Ämtli zugeteilt, um Abwechslung in der ganzen Sache zu haben. Der Verantwortung kann man kaum ausweichen, da z.B bei einem ungeputzten Badezimmer schnell klar ist, wer seine Pflicht versäumt hat.
Das Einkaufen der Nahrungsmittel und der gemeinsamen Produkte wie Seife oder WC-Papier organisierten wir seit Beginn wie folgt: Man schliesst bei Nahrungsmitteln die Personen aus, welche sowieso nicht davon essen. Von denen die übrig bleiben, fordert man den Beitrag auf TWINT und hat somit schnell sein Geld wieder beieinander. Bei Gebührensäcken, welche natürlich für alle sind, fordert man gleich von allen den Betrag auf TWINT. Dies hat bis anhin sehr gut funktioniert und wird auch so weitergeführt.
Im Frühling kam langsam das Thema mit dem Rasenmähen auf. Nach der Erkenntnis, dass man am Sonntag nicht Rasenmähen darf und dass der Mäher auch nicht hin- und her geschwenkt werden sollte, da sonst innere Schäden entstehen, funktioniert das Rasenmähen eigentlich ziemlich gut.
Beim Einzug unserer internationalen guten Seele Anu, welcher aus Kanada kommt, kam bei einigen noch die Überwindung zum dauernden Englisch sprechen dazu. Da dies nun Alltag bei uns ist, steigert sich bei jedem das English Niveau wöchentlich. Das gemeinsame Lernen für Prüfungen, die neu entwickelte Liebe für Pulverkaffee, die Gespräche zusammen in der WG und vor allem das tägliche Wiedersehen schweisst uns alle immer wieder aufs Neue unglaublich fest zusammen. Die Aufnahme und Integration neuer Menschen im eigenen Haus wurde zur Routine und gehört nun auch zu unseren Fähigkeiten. All dies konnten wir nur erleben, da die Reformierte Kirche Thalwil eine Möglichkeit schuf, für die wir ein ganzes Leben lang dankbar sein werden und die auf jeden Fall in unserem Gedächtnis bleiben wird.

Anu:
I Anu, 23 years old. I did my well-recognized high school studies at Colombo Royal College in Sri Lanka. I was an excellent student in college while also attending extracurricular activities, such as a language society, dramatic society, and computing & IT club.
From a young age, I have been interested in computing and IT. I am strongly are driven to be successful in this area. The main thing, which got me interested in computers, was when at a young age I used to play games on the computers. Then I started to think about how do this computers work? One day my computer broke and we took it to a repair shop. I watched very carefully how they repaired my computer. I then started to repair minor faults myself. After some time, collecting computers became one of my hobbies. Then I started to assemble computers. Despite having no previous knowledge I made my 1st computer in 8 months. However, by the time I had finished, the RAM was already too slow so I wanted to upgrade it but the motherboard slot was DDR1 and the RAM was DDR2 so I had to change the motherboard as well. Then after I got a DDR1 to DDR2 converter as a gift from my dad, who has always given me tremendous support, as he is an Electrical Engineer. All of this experience made me crazy about computers, and I have never looked back. While working on IT industry what I found out is nowadays everything digitalized; especially it is difficult for aged people to understand and know about how to use and solving some problems on computers, and I love helping them and showing them how it works.
I completed my higher studies related to Computing in UK and Canada while working part-time, and I recently moved to Switzerland while working as a Counter Intelligence Agent 2 in Best Buy, Geek Squad. When I first moved to Switzerland it was so different, language was the first problem I faced and its really hard to live without friends, and then when I moved to this WG, I got some new faces as friends (Rosh, Joel, Selina, Maja) they try their best to teach me German and not only that I feel like they are my friends, while living away from my family and when I miss them, living with these people feels like it’s a family. And I always make sure that the WG is clean and everyone here united by making small parties, evening tea together and dinner. When I moved to Switzerland Patricia Keller gave me a place to stay in WG and always gave all her support to make sure everything smooth and nice in the WG.
I also spend lots of time within the Catholic Church and I help them whenever I can; for example, I helped for First Holy Communion and I use to go for English bible reading; I am looking forward to help Reformed Church near future.
I spend my free time reading specific articles on the Internet and books, assembling computers, upgrading computers. Furthermore, as a hobby I do photography, developing websites, writing stories and cooking.

Stefi:
Ich bin Stefanie Bakhi und jetzt kurz vor meinem 21. Lebensjahr erwarten mich viele Veränderungen. Diesen Sommer habe ich meine Zeit an der Kantonsschule Küsnacht erfolgreich abgeschlossen, Mitte September begann mein Studium an der Zürcher Hochschule der Künste. Mein gewählter Studiengang heisst Musik und Bewegung und der abgeschlossene Bachelor befähigt mich, Kindern bis zum 13. Lebensjahr in Musik zu unterrichten.

Neben der Veränderung im beruflichen Bereich ändert sich auch meine Wohnsituation. Seit Mitte August lebe ich in der Jugendwohngemeinschaft. Hiermit erfüllt sich ein lang gehegter Wunsch von mir und ich freue mich auf das Wohnen mit Gleichaltrigen, neue Herausforderungen und eine gute Gemeinschaft.
Auf meinem Lebensweg habe ich bereits viele Dingen ausprobiert, von Volleyball zu Orientierungslauf bis Zirkusakrobatik. Mittlerweile habe ich mich entschlossen meinen Fokus auf die Verbesserung meiner tänzerischen Fähigkeiten zu richten und auch die Arbeit mit Pferden sollte nicht zu kurz kommen. Meine musikalische Seite werde ich vor allem im Studium ausleben können.
Trotz aller Veränderungen in meinem Leben bleiben einige Dinge konstant, z. B. die Arbeit mit den Kindern im Rahmen der reformierten Kirchgemeinde Thalwil. Sobald ich alt genug war, begleitete ich diverse Angebote des Kinder- und Jugendangebots zuerst als Jungleiterin und später als Leiterin. Darunter waren der Wald- und Wiesenunti, das Unti4you Weekend, diverse JuKi-Angebote, das Frühlingslager und das Sommertageslager. Mit dem Einstieg ins Gymnasium wurde meine Zeit knapper, trotzdem war ich so oft wie möglich dabei. Das Sommertageslager führte ich diesen Sommer bereits zum zweiten Mal als Hauptleiterin.

Maja:
Mein Name ist Maja Bieri, ich bin 19 Jahre alt und habe am 28.Mai Geburtstag. Vor kurzer Zeit habe ich meine Lehre als Fachfrau Gesundheit im Stadtspital Triemli erfolgreich abgeschlossen. Nachdem ich eine Zeit mit meiner Mitbewohnerin in den Ferien gewesen bin, werde ich ein weiteres halbes Jahr am gleichen Ort weiterarbeiten.
Ich wohne seit Dezember 2017 in der WG. Zur gleichen Zeit zogen Joel und Roshvindh ein. Später kam Selina, die ich seit längerem kenne, dazu. Danach zog auch Anu ein. Am Anfang war das Zusammenleben mit Leuten mit anderen Gewohnheiten und Lebensweisen etwas schwierig. Jedoch bekamen wir das dank Patricia Keller, die wöchentlich mit uns WG-Sitzungen durchführt, wo wir über Probleme und Lösungen sprechen, schnell in den Griff. Ich fühle mich wohl mit meinen Mitbewohnern und schätze die Anwesenheit jedes Einzelnen.
Seit ich in der WG bin, beschäftige ich mich auch des Öfteren mit dem Thema Religion und Glauben. Ich helfe gelegentlich bei Veranstaltungen mit, die von der Kirche sind. Zum Beispiel war ich im Konflager 2018 dabei, bei einzelnen Veranstaltungen im K16+ und beim «Brot für Alle» Suppentag. Ich mache das gerne, da ich in guter Gesellschaft bin und so anderen Menschen helfen und meine Zeit sinnvoll nutzen kann.
Ausserdem wollen meine Mitbewohnerin und ich uns konfirmieren lassen, da wir das in unseren jüngeren Jahren nicht gemacht haben. Wir werden uns in einer Art ‘Einzelunterricht’ mit Pfarrer Jürg-Markus Meier vertieft mit dem reformierten Glauben auseinandersetzen und dabei viel dazu lernen.

Selina:
Ich heisse Selina Kasper, bin 20 Jahre alt und bin am 10. Juni 1998 geboren. Ich bin gebürtige Schweizerin. Ich habe diesen Sommer meine Lehre als Fachfrau Gesundheit in einem Altersheim erfolgreich abgeschlossen. Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meinen Freunden.
Nun habe ich mir einen grossen Traum erfühlt und bin mit meiner besten Freundin zusammen in die WG gezogen. Ich habe sie in der Berufsschule vor 3 Jahren kennengelernt. Ende Juli gehen wir zusammen 2 Monate in die Ferien. Es macht Spass in einer WG zu wohnen, da man weiss, dass man nie alleine ist und immer jemanden bei sich hat. Mit der Zeit sind wir immer mehr zu einer Familie zusammengewachsen mit Höhen und Tiefen. Ich habe schon beim JuKi und K16+ mitgeholfen. Geplant ist auch, dass ich mich konfirmieren lassen kann von Pfarrer Jürg-Markus Meier.

Joël:
Mein Name ist Joël Ackle und ich geniesse momentan das Privileg in der Jugend WG der reformierten Kirche Thalwil zu wohnen. Um Ihnen einen besseren Einblick zu geben, wer sich dort überhaupt aufhält, würde ich mich gerne mit einem kurzen Steckbrief vorstellen. Ich bin momentan 18 Jahre alt und absolviere eine Lehre als Kauffmann im bankfachlichen Bereich mit der Berufsmaturität als Schulweg. Zur Hälfte komme ich aus Madagaskar, wurde jedoch in der Schweiz geboren. In der Kirche engagiere ich mich regelmässig in der JuKi wie auch in der Jugendarbeit. Da gehören z.B Fotokurse, Tageslager, Events im Krambi mit jugendlichen oder Kindern und Unterstützung bei Elternabenden dazu. Zudem versuchen wir auch das Prinzip des K16+ (Anlässe für Konfirmierte) weiter zu verbreiten. Dies konnten wir mit Skiweekends, verschiedenen Krimidinnern oder sonstigen Wochenendausflügen sehr gut durchsetzen. Mit dem WG Projekt wird das Ganze noch verstärkt. Durch dieses konnten wir sogar zwei Jugendliche dazu bewegen in die Kirche einzutreten und sich nun konfirmieren zu lassen. Ich will Ihnen aufzeigen, wie gross die Auswirkung einer solchen WG sein kann und wie tatkräftig diese, wie auch die Bewohner, die Kirche fördern kann.

Rosh:
Ich, Rosh, bekam vor knapp zwölf Jahren das grosse Privileg in der Schweiz Fuss zu fassen und wohne nun schon seit zehn Jahren in der Gemeinde Thalwil. Somit besuchte ich hier die Primar- sowie Sekundarschule. 2015 erwarb ich die Schweizerische Staatsangehörigkeit. Nach der 3. Sekundarstufe entschied ich mich ins Gymnasium zu gehen und verbrachte zwei Jahre in der wirtschaftlichen Kantonsschule Enge. Da ich mit der Zeit immer mehr merkte, dass dies nicht meinen Berufs-Vorstellungen entspricht, stellte ich mich freudig einer neuen Herausforderung. August 2017 fing ich meine kaufmännische Lehre mit Berufsmaturität in der Privat-/ Investmentbank Vontobel AG an. Nebenbei beschäftige ich mich seit 2012 in der Schweizerischen Verkehrskadetten Abteilung Samstagern/ Richterswil und wurde vor einigen Jahren zum Kadermitglied befördert.
Seit bald neun vollen Jahren engagiere ich mich in der Pfarrei St. Felix und Regula als Ministrant und bin mittlerweile schon Oberministrant und Firm-Begleiter. Ich besuche regelmässig die katholische Kirche und geniesse stets den Gottesdienst. Als ich anfangs Jahr in die geniale Wohngemeinschaft einzog, lernte ich die grossartige Frau Patricia Keller kennen. Dank ihr bekam ich die Chance, mich auch in der reformierten Kirchgemeinde ehrenamtlich zu integrieren. Dabei erachte ich meine Teilnahme im Jugendtageslager als Hilfsleiter & Koch als ein Highlight und freue mich in Zukunft auf weitere spannende kirchliche Erlebnisse.
Bereitgestellt: 26.09.2018     Besuche: 31 Monat 
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