Aktuelle Berichte

Petra Rüdisüli

Vom Mueshafe zum Sunedörfli

H2OT-Juki - 5B<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>512</div><div class='bid' style='display:none;'>5899</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Ein gemeinsames Jahresthema für die JuKi im kommenden Schuljahr 2018/19: Gemeinsam begeben sich Horgen/Hirzel, Oberrieden und Thalwil mit den 5. – 7. Klässlern auf die Spuren der Zürcher Reformation und lernen durch vielfältige Anlässe die eigene Konfession besser kennen. Was ist typisch reformiert?
Jürg-Markus Meier,
Das Jahresthema schlägt einen Bogen von der Zürcher Reformation bis zur Gegenwart.
Beginnen wir mit Zwingli und der Zürcher Reformation. Im Jahre 1525 erliess der Rat eine Almosenordnung. Das Betteln, damals ein grosser, sozialer Missstand, wurde verboten. Die Arbeit wurde gefördert, vor allem junge Menschen sollten sich den Lebensunterhalt selber verdienen.
Für die wahrhaft Armen und Kranken wurde vor der Predigerkirche ein «Mueshafe» eingerichtet. Das war, so könnte man sagen, die erste Gassenküche in Zürich. Auch 500 Jahre später braucht es Gassenküchen und soziale Einrichtungen, die sich der heutigen «Armen» und ihrer sozialen Not annehmen. Eine christliche Kirche, die glaubwürdig sein will, muss sich zu allen Zeiten diakonisch engagieren.

Pfr. Ernst Sieber, der vor kurzem verstorben ist, hat tätige Nächstenliebe in prophetischer und überzeugender Art zu seinem Lebenswerk gemacht. Seine sozialen Einrichtungen tragen alle Namen, die das Wort «Sonne» beinhalten. Im «Sunedörfli» lernen Menschen, was es braucht um sich in eine Gemeinschaft zu integrieren und Verantwortung zu übernehmen.
Der Mueshafe und das Sunedörfli bilden sozusagen Anfang und Ende des Jahresbogens.
Zu beiden Themen sind gemeinsame Exkursionen allerJuKi-Teilnehmer von Horgen,
Oberrieden und Thalwil in der Oberriedner Kirche. Informationen, Berichte und Bilder über diese Anlässe finden sich auf der eigens dafür eingerichteten Infoseite www.kirche-thalwil.ch/h2ot_juki.

Nebst den gemeinsamen Exkursionen haben auch die anderen JuKi-Anlässe in den einzelnen Gemeinden einen Bezug zum Leitthema. Das kann, wie hier in Thalwil, ein praktischer Samariterkurs sein oder das Kennenlernen des alttestamentlichen Propheten Jeremia. Kreatives Malen und Aktualisieren von biblischen Geschichten könnte beispielsweisebezogen sein auf die Bibeltür am Grossmünster. Eigenes Tun und Erleben hilft Antworten zu finden und sich mit reformierten Positionen auseinanderzusetzen.

«Vom Mueshafe zum Sunedörfli» ist ein H2OT-Projekt im Bereich kirchlicher Unterricht. Es ist der Versuch auf dieser Stufe gemeindeübergreifend zusammen zu arbeiten und neue Erfahrungen zu
sammeln. Alle 5.– 7. Klässler aus H2OT beschäftigen sich mit dem gleichen Thema. Das
ist eine tolle Sache. Das hat etwas Verbindendes und etwas typisch Reformiertes: das gemeinsame
Unterwegssein.
Pfr. Jürg-Markus Meier



Bereitgestellt: 27.06.2018     Besuche: 18 Monat 
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