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Jürg-Markus Meier

Unterwegs in Siebenbürgen / Rumänien - die Konfklasse von Pfr. Meier auf Reisen

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„Go East“ – so lautete die Richtung. Das als Reise durchgeführte Konflager der Dienstagsklasse führte 8 Konfirmandinnen und 3 Konfirmanden zusammen mit dem Leiterteam nach Siebenbürgen RO in die Kulturstadt Brasov, die auf Deutsch Kronstadt heisst.
Jürg-Markus Meier,
Unsere Reisegruppe wohnte in der „Jugendstube“, einem einfachen Hostel mitten in der sehenswerten Altstadt. Kronstadt wurde von den Siebenbürger Sachsen, die schon im 13. Jahrhundert in diese Region eingewandert waren, gebaut und hat mit der Schwarzen Kirche ein berühmtes Wahrzeichen. Mittlerweile bilden die Sachsen hier nur noch eine kleine Minderheit. Dass noch Deutsch gesprochen wird, erlebten wir am Sonntag. Wir besuchten den Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Honterus-Gemeinde und nahmen auch am Abendmahl teil. Es gab Hostien und weissen Wein.
Siebenbürgen ist bekannt für seine vielen Kirchenburgen. So führte uns die zweitägige Exkursion mit dem Zug – das war ziemlich anstrengend – nach Mediasch und Biertan, wo wir die sehenswerten Kirchen besichtigten. Belohnt wurden wir mit einem feinen Essen an einer langen Tafel und einer Übernachtung in der bequemen Burgherberge. Die Wanderung am folgenden Tag bewältigte unsere Reisegruppe trotz sommerlich heissen Temperaturen in Rekordzeit.

Nebst Exkursionen standen auch Begegnungen mit der lutherischen und der reformierten Kirche auf dem Programm. In Siebenbürgen liegt übrigens die Wiege der Religions-Toleranz. Hier konnten schon im 16. Jahrhundert Katholiken, deutsche Lutheraner und reformierte Ungarn friedlich ihren Glauben praktizieren. Die reformierten Ungarn erhielten damals wichtige Impulse aus Zürich, davon zeugen Briefwechsel mit Heinrich Bullinger.
In der Region Kovasna, wo heute viele Ungarn ebenfalls als Minderheit leben, stellte uns die reformierte Pfarrerin Anna Toth ein diakonisches Projekt vor, das vom HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz) unterstützt wird: Ein Spitexdienst für die kleinen Dörfer. Mit der Krankenschwester konnten wir zwei Hausbesuche machen, das war für viele von uns sehr bewegend. Am Abend trafen wir ihre Konfklasse zu einem kurzen Austausch in englischer Sprache. Ein zweites Projekt der Reformierten besuchten wir in Brasov. Im „home of hope“ erlebten wir einen Workshop mit der engagierten Sozialarbeiterin Katalyn zum Thema „Häusliche Gewalt“.

Den letzten Abend verbrachten wir mit der lutherischen Honterusgemeinde, die sich in Gedenken an den Humanisten und Reformator Johannes Honterus so nennt. Pfrn. Adriana Flores zeigte uns die Kirche und führte uns anschliessend in den Jugendkeller, wo wir die Jugendgruppe trafen. Ein gemeinsames Spiel, das Ritual des Brotbrechens und das Essen ermöglichten Begegnung und Austausch.

Trotz intensivem Programm gab es auch Freizeit und Gelegenheit für eigene Spaziergänge, Einkaufstouren, Sport und Spiel. Das sommerliche Wetter haben wir genossen. Bemerkenswert war für die ganze Woche: die Spielfreude der K+K, das kreative Mitwirken bei der Zubereitung des Essens, Interesse für die Besuche, Spontaneität im Unterwegssein, die Fähigkeit in englischer Sprache zu kommunizieren und die gute Stimmung, zu der alle beigetragen haben.
Am Samstag, 5. Mai traten wir die Rückreise an. Wir fuhren mit dem Zug nach Bukarest, bestiegen das Flugzeug der Swiss und landeten pünktlich in Zürich-Kloten. Müde von der Reise aber erfüllt von vielen Impressionen und geschenkten Begegnungen.

Pfr. Jürg-Markus Meier
Bereitgestellt: 15.05.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch