Aktuelle Berichte

Petra Rüdisüli

Was Genf, Bücher, ein Taufstein und Paulus gemeinsam haben

Collage 07_2018, schwarzer Hintergrund —  Ioannes Calvinus, Skara kommun_https://www.flickr.com/photos/63794459@N07/6362247867/in/photolist-aJwW2F-aJYhWH-aGdbCK-aYaXjk/***https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/_Petra Rüdisüli_zhrefch: Wir glauben in Vielfalt, aus M2.22a, Getty Images, David Charge<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>512</div><div class='bid' style='display:none;'>5696</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Die Thalwiler Kirche und das Reformationsjubiläum
Arend Hoyer,
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen der H2OT-Gemeinden wird auch die Thalwiler Gottesdienstgemeinde vermehrt Lieder aus dem Genfer Psalter singen und somit der Zeit gedenken, in der die reformierte Kirchenmusik entstanden ist, haben die Genfer Melodien sich doch bis weit in den deutschen und englischen Sprachraum hinein verbreitet.
Darüber hinaus laden Kirchenpflege und Pfarrkonvent ein, im Gottesdienst reformatorische Akzente zu setzen, die Anlass zu Gespräch und Erneuerung geben sollen.

Bücher in der Kirche
Die Reformation ist eine Bildungsbewegung. Bücher, insbesondere die Bibel, finden ihren Weg im ausgehenden Mittelalter über die Erfindung des Buchdrucks in zahlreiche Haushalte. Menschen lernen
lesen und schreiben und sich so aktiv an Religion und Gesellschaft zu beteiligen. Ein Büchergestell in der Kirche, Worte, die an die Kirchwand projiziert werden, laden uns ein, uns zwischen «20 Minuten » und Smartphone wieder etwas Zeit zu nehmen für das gute, alte Buch, sein Papier, seine Formate, seinen Drucksatz, seinen Geruch. Schlagen Sie sie auf und tauschen sich über ihre Inhalte aus. Geben Sie sich mit Ihren Bekannten ein Stelldichein in der Kirche. Diese ist ja tagsüber geöffnet – die Bücher stehen da zum Durchblättern.

Der «Sakralraum» um den Taufstein

Nach so vielen Jahrzehnten wissen wir schon gar nicht mehr, dass unser Kirchenarchitekt den Raum um den Taufstein in die Mitte der Gemeindehat stellen wollen. Fakt ist, dass wir heute den Gottesdienst fast immer vorreformatorisch feiern: Der Taufstein steht als isolierter «Altar» vor der Gemeinde und die Bankreihen rechts und links davon bleiben andachtsvoll menschenleer.
Probieren wir es wieder einmal … reformiert: bewohnen und beleben wir diesen Raum um den Taufstein. Es hat sogar Platz für Kinder darin. Hierzu bietet unsere Kirche eine wunderbare Vorlage. An bestimmten Gottesdiensten wird dieser Raum wieder neu interpretiert.
Machen Sie Ihre Erfahrungen und sprechen im Anschluss darüber.

Karfreitag oder das Kreuz mit dem Kreuz

Paulus hat schon immer die Reformation inspiriert. Bei Luther war es die Entdeckung, dass sich ein Zugang zu Gott einzig und allein als geschenkt wahrnehmen lässt. 500 Jahre Reformation heisst aber nicht, bei Luther stehen zu bleiben, sondern wie am kommenden Karfreitagsgottesdienst die
Faszination, die für Paulus vom Kreuzestod Jesu ausgeht, noch einmal neu zu begreifen.
Gern möchten wir Thalwiler Theologen auf verschiedene Art mit Ihnen zusammen Paulus, den ersten grossen christlichen Theologen, noch einmal neu kennenlernen.
Pfr. Arend Hoyer
Bereitgestellt: 15.03.2018     Besuche: 14 Monat 
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