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Gabriela Schöb

Postkarte aus Graz

Graz —  Blick aus dem Walfischbauch des Kunstmuseums<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>526</div><div class='bid' style='display:none;'>5679</div><div class='usr' style='display:none;'>16</div>

Graz: Blick aus dem Walfischbauch des Kunstmuseums

Geschichte und Kunst
Gabriela Schöb,
Nach den strengen Weihnachts- und Jahreswechseleinsätzen reiste ich mit meinem Mann nach Graz, wo wir unter anderem eine aufschlussreiche Ausstellung über die Reformation in Österreich besuchten. Es war eindrücklich zu sehen, wie stark insbesondere in der Steiermark zuerst die Reformation, dann auch die Täuferbewegung Zuspruch fanden, wie mittels guter Schulen die Reformation gefördert wurde und wie danach die Gegenreformation ebenfalls Schulen als Mittel zum Gegenschlag benutzte und wie, mit Druck von höchster Stelle, also dem Kaiser, der Reformation der Boden entzogen wurde.
Trotzdem hielten sich viele Familien tapfer... doch dann kam es zum Sündenfall: Nach Hitlers Machtergreifung aber noch vor dem Anschluss 1938 vermachte die reformierte Gemeinschaft ihre Schule den Nationalsozialisten.
Zu tun hatte dies – wie so oft – mit einer völlig anderen Thematik. Die Katholiken waren den slowenischen Nachbarn gegenüber aufgeschlossen und wollten auch die Sprache der Minderheit zulassen, die Reformierten waren dagegen und suchten Unterstützung bei den Deutschgesinnten... Abgründe öffnen sich, so viel Unrecht über die Jahrhunderte auf beiden Seiten!
Bereitgestellt: 12.03.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch