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Gabriela Schöb

Thalwiler Konzerte - Musik zum Karfreitag

Pix_140628_102847 —  https://www.flickr.com/photos/zhrefch/15329009148/in/album-72157629297278192***https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>512</div><div class='bid' style='display:none;'>5690</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

In der Reihe der Thalwiler Konzerte ist in dieser Saison ein kleiner Zyklus enthalten. Gemeinsam mit der in Thalwil wohnhaften Philosophin Antonella Lang-Balestra haben wir drei Konzerte und einen Vortragsabend zu Affekten (Gefühlen) bei biblischen Figuren aus dem Neuen Testament geplant.
Gabriela Schöb,
Im Advent stand die Liebe anhand der Figur Marias im Zentrum. Im März wurde der Zorn thematisiert.
Das letzte Konzert stellt den Affekt der Trauer in den Mittelpunkt. Es findet an Karfreitag statt und behandelt die Passion, also das Leiden Christi. Hier findet man wieder Maria als Protagonistin. Sie steht unter dem Kreuz des Sohnes, und wird von uns Menschen betrachtet und angesprochen.
Dies alles gründet auf der Stabat Mater-Dichtung von Jacopone da Todi (~1230 - 1306), einem Franziskaner, der mit seiner Dichtung dem „Volke“ das unsinnige Leiden Jesu mit dem Blick auf die trauernde Maria nahebringen wollte.

Die Stabat Mater-Dichtung hat seit ihrer Entstehung grossen Erfolg gehabt und wurde über die Jahrhunderte unzählige Male vertont. Joseph Haydn, der grosse Klassiker, komponierte eine Fassung für Streicher, Bläser, vier Solisten und gemischten Chor.
An Karfreitag wird die Kantorei Thalwil Ausschnitte des Werkes aufführen: Die Chorstücke sowie die Altarien. Begleitet von einem kleinen Ensemble ad hoc, bestehend aus Streichern und zwei Oboisten. Haydn als gebildeter Komponist kennt sich aus in der Tradition und nimmt mit einigen seiner Stilmittel Bezug auf die frühen, stilbildenden Stabat Mater-Kompositionen. Die rhetorische Lehre des Barock findet sich in seiner Vertonung gut nachvollziehbar wieder: Seufzermotive, Tränen, konsternierte Rhythmik, harte Durchgänge, die Leiden symbolisieren etc. Dazu kommen Meditationen, gelesen von der jungen Schauspielerin Meret Nussbaum. Dazu erklingt die Rosenkranzsonate Nr. 10 von Heinrich Ignaz Franz Biber für Violine und Continuo. Das Konzept stammt aus der Feder der Philosophin Antonella Lang-Balestra.

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Bereitgestellt: 09.03.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch