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Petra Rüdisüli

«Sinneswandel – Wandel der Sinne»

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Fasten nährt uns. Vielleicht ist das für Sie ein Widerspruch, doch für viele Menschen ist es eine reale Erfahrung. Mit Leib und Seele bestätigen sie die Fastenerfahrungen der Bibel, der Mönche und der Kirchenväter aus den ersten christlichen Jahrhunderten.
Ulrich Bona,
Freiwilliges Fasten war in dieser Zeit eine gelebte Praxis und wurde als «christliches Heilmittel» für den ganzen Menschen verstanden: «Das Fasten ist der Friede für den Leib, die Kraft für den Geist, die Stärke für die Seele» (Petrus Chrysologus, 5.Jh.).
Und:
«Was du deinem Bauch entziehst, das lass den Hungrigen zukommen» (Gregor von Nyssa, 4. Jh.) Im biblisch-christlichen Verständnis des Fastens ist kein Platz für die modischen und vordergründigen
Spielarten des «Fastens» unserer Zeit, denen es – unter dem Deckmantel «gesünder leben» – nur um Schlankheit, um Abspecken, geht. Das ursprüngliche biblisch-christliche Fastenverständnis sah den
ganzen Menschen als eine Einheit von Leib und Seele, Körper und Geist. Wohl gehört der Verzicht auf feste Nahrung zum Fasten, doch bedeutsamer sind die inneren Wirkungen auf den ganzen Menschen und seine Erfahrungen während des Fastens, seien sie nun körperlicher, seelischer, geistigreligiöser
oder sozialer Art.
Fasten – das ist also mehr als einfach nicht essen. Fasten ist ein Weg, uns an Leib und Seele zu erneuern, unser Leben zu intensivieren und neue Lust am Leben zu verspüren. Fasten zielt auf die Begegnung mit mir selbst, mit meiner Um- und Mitwelt, mit Gott. Wir nehmen uns während der Fastentage die Zeit, die Dinge unseres Lebens bewusst werden zu lassen. Wir nehmen uns die Zeit, sie mit allen Sinnen des Körpers und Geistes zu erfahren, ihrem Ursprung nachzuspüren und den Wandel in ihnen und uns zu beobachten.

Die Worte von Alfred Delp, SJ, sollen uns auf dem Weg begleiten:
«Die Welt ist Gottes so voll.
Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.
Wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und in den bösen Stunden
hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen.
Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort.»


So können wir die Fastentage bewusst als Antwort auf Jesus Aufforderung zum «Kehrt um!» (Mt 1,17), mit dem er seine Verkündigung eröffnete, verstehen und gestalten.
Wir möchten jeden der Tage einem unserer fünf Sinne widmen:

Sonntag, 11. bis Donnerstag 15. März 2018
Sonntag – Hören
Montag – Sehen
Dienstag – Tasten
Mittwoch – Riechen
Donnerstag – Schmecken

Wir treffen uns jeweils um 19.00 Uhr im Begegnungsraum des reformierten Kirchgemeindehauses zum gemeinsamen Teetrinken und Austausch unserer Fastenerfahrungen.
Ab 19.30 Uhr widmen wir uns im Raum der Stille dem Thema des Tages – mit kurzen biblischen Anregungen, Zeit für Stille und meditativen Elementen.

Eingeladen sind alle, die voll oder teilweise fasten wollen.
Am Sonntagabend haben wir für alle Interessierten ab 18.30 Uhr eine 30-minütige Einführung in die
gesundheitlichen Aspekte sowie für Rückfragen reserviert.
Laden Sie auch den Flyer Fastenwoche 2018 herunter.

Pfr. Ulrich Bona
Ilona Monz, Pfrn. in Ausbildung



Auskunft und Anmeldung

Pfr. Ulrich Bona
044 720 01 19
ulrich.bona@kirche-thalwil.ch
Bereitgestellt: 21.02.2018     Besuche: 11 Monat 
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