Paradiesischer Sommernachtstraum

Paradiesgaertlein<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>480</div><div class='bid' style='display:none;'>5260</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Wenn das Thema der Kulturtage «Paradiese» heisst, müssen die Thalwiler Konzerte – die Reihe der reformierten Kirchgemeinde – unbedingt mit von der Partie sein.
Es entsteht ein besonderes interaktives Konzert: Organist/innen, Chor und Publikum gestalten gemeinsam eine stündige Musik, mit Improvisationen, Chorwerken und Publikumsgesang.
Gabriela Schöb,
Die Idee zum Programm haben das «Paradiesgärtlein» und die sommerliche Sonnenwende geliefert.
Das Paradiesgärtlein ist ein Gemälde des Oberrheinischen Meisters, das wahrscheinlich um 1410/1420 angefertigt wurde und heute im Städelmuseum Frankfurt zu sehen ist. Darin ist Maria mit Heiligen in einem bunten Garten mit einer Fülle an Blumen, Früchten und Tieren zu sehen – eine idyllische Szenerie.
Ebenfalls gibt es ein Gebetbuch mit dem Namen «Paradiesgärtlein», das von Johann Arndt, einem Vater des Pietismus, erstmals 1612 heraus gegeben wurde. Dieses Gebetbuch hat mit seinem Stil auch viele Lieddichtungen inspiriert. Von dieser reichen, sommerlichen Gartenlandschaft und den Gedichten ausgehend, lag der Schritt zum paradiesischen Sommernachtstraum nahe. So werden die Organisten Musik aus Felix Mendelssohns «Sommernachtstraum» auf ihre Instrumente adaptieren, die Kantorei wird eine Neukomposition von Selga Mence auf einen Text von Gottfried Keller mit dem Titel «Sommernacht» sowie die «Prière Bouddhique» der französischen Komponistin Lili Boulanger beisteuern, dazu kommt ein Nachtgebet und ein Sololied von Gabriel Fauré, sommerlich frische Lieder, bei denen auch das Publikum einstimmen kann und der grosse Bogen spannt sich bis hin zu Mani Matter …
Aber alles sei hier noch nicht verraten.
Wer sich wundert, wie das alles klingen soll, kommt am besten gleich selbst zur Mittsommernacht um 21 Uhr in die reformierte Kirche und lässt sich in den musikalischen Traum einhüllen. Alles ist sehr einfach und elfenhaft leicht, zugleich ergibt sich mit den Zwischenmusiken von Chor und Organisten ein schönes Ganzes.
Gabriela Schöb, Kantorin

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Bereitgestellt: 14.05.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch