Konzert zum Karfreitag

Esther Lenherr<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>480</div><div class='bid' style='display:none;'>5199</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Esther Lenherr

Die Wädenswiler Organistin Esther Lenherr spielt zum Karfreitag ein Programm mit deutscher Orgelmusik. Choralbearbeitungen zur Passion von Bach, Brahms und Reger werden gestützt
von drei grossen, eindrücklichen Werken: Präludium & Fuge in h-Moll von Johann Sebastian Bach, die Orgelsonate Nr. 3 von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Präludium & Fuge in g-Moll
von Johannes Brahms.
Gerda Dillmann,
Esther Lenherr bettet Choralvorspiele über Passionschoräle zwischen grosse Orgelwerke ein, die zwar nicht als Passionsmusik gekennzeichnet, aber unmissverständlich als solche gedacht sind. Bachs Präludium & Fuge in h-Moll ist stilistisch sehr nahe bei seinen Passionen. Im Präludium
treffen schnelle, wirbelnde Figuren auf langgezogene Vorhalte und Orgelpunkte über denen sich kühne Dissonanzen aufbauen. Das Präludium ähnelt einem instrumentalen Eröffnungssatz einer Passion, während die Fuge sehr vokal angelegt ist.
Felix Mendelssohns Sonate in A-Dur lässt mit ihrer festlichen Einleitung für einen Moment den Karfreitag vergessen. Mendelssohn schrieb den ersten Teil der Sonate für die Hochzeit seiner Schwester Fanny.

Dann wechselt die Stimmung abrupt: ein anfänglich leises, sehr spannungsgeladenes Fugenthema
bäumt sich zunehmend dramatisch auf. Unheil verheissend blitzt der Choral «Aus tiefer Not schrei ich zu dir» in der immer schneller und lauter werdenden Fuge auf. Schliesslich mündet sie aber – erlösend – wieder ins anfängliche, strahlende A-Dur-Thema. Ein zartes, schlichtes Andante tranquillo beschliesst die Sonate.

Johannes Brahms Präludium & Fuge in g-Moll ist ein sehr frühes Werk des Komponisten. Man hört die barocken Vorbilder Bach und Buxtehude deutlich und dennoch kann man bereits Brahms unverkennbaren Personalstil ausmachen. Wie auch schon am Anfang des Programms bei Bach, ist das Präludium in g-Moll geprägt von sehr schnellen, virtuosen Figuren und
schmerzhaften Dissonanzen.
Gerda Dillmann

Musik zum Karfreitag
Freitag, 14. April, 19.00 Uhr
Kirche

Bereitgestellt: 17.03.2017     Besuche: 12 Monat 
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