Petra Rüdisüli

Auf den Spuren der Bibel im Heiligen Land

Minarett und Kirche<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>480</div><div class='bid' style='display:none;'>5143</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

Ein Reisebericht
Arend Hoyer,
Fotos der Reise

Im vergangenen Herbst traf sich eine Gruppe von Menschen, von denen sich die meisten noch nie begegnet waren, im Kirchgemeindehaus Thalwil. Ruedi und Gitta Limacher von Art of Travel und Pfarrer Arend Hoyer stellten die innovative Form von Ablauf und Konzept einer elftägigen Reise durch Israel und Palästina vor. Alle Interessenten, zusammen sechs Einzelpersonen und fünf Ehepaare, entschieden sich teilzunehmen. Es wurde ein kulturell, historisch und biblisch gleichsam hochinteressantes Erlebnis, erfahren in der zunehmend verbundenen Gemeinschaft einer unterschiedlich zusammen gesetzten Reisegruppe.
Thema war das Erleben der Ruhe Israels auf der Spurensuche der zwölf Stämme durch das Heilige Land mit der Bibel.
Betrachtet wurden biblische Ereignisse ebenso wie historische Begebenheiten und aktuelle Probleme der Region. Eine engagierte israelische Reiseleiterin brachte neben den geschichtlichen Erörterungen differenziert die Aspekte des seit Jahren andauernden und unlösbar scheinenden Konflikts im Nahen Osten ein. Sehenswert war das Zentrum von Tel Aviv mit den Bauhaus Häusern, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Eindrücklich war der Bericht eines Drusen am Berg Karmel über diese spezielle Glaubensgemeinschaft.

Weiter führte die Reise auf den Spuren von Jesus nach Nazareth und an den See Genezareth. Die Übernachtung und Führung in einem Kibbuz verschaffte einen einzigartigen Einblick in diese Form von Gemeinschaft.
Ein besonderes Erlebnis war der Besuch einer Synagoge am Sabbat in Jerusalem. Es geht dort sehr lebhaft und trotzdem ernsthaft zu. Höhepunkte waren zweifellos die biblischen Auslegungen von Arend Hoyer am Abend des Tages oder im Gelände.
Tief beeindruckt war der Berichterstatter von der Lesung auf dem Ölberg über die letzten Stunden von Jesus, wo man gleichzeitig auf die Olivenbäume des Garten Gethsemane blickt, wo er mit sich rang, und auf den Tempelberg und Golgatha, wo er gekreuzigt wurde. Besucht wurden im weiteren Betlehem mit der Geburtskirche, die Paläste des Herodes auf Masada und im Herodion und natürlich in Jerusalem der Felsendom, die Al-Aqsa-Moschee und die Klagemauer, um nur das Allerbedeutendste zu erwähnen.
An allen Orten realisiert man die enge Verzahnung der drei monotheistischen Religionen, und fragt sich, weshalb deren Vertreter sich seit zweitausend Jahren kriegerisch auseinandersetzen.

Einsamer Höhepunkt zum Schluss war die spontane Einladung bei einer christlichen Palästinenserfamilie in Betlehm am letzten Abend. Der vermittelte vertiefte Einblick in die Probleme ihres Lebens im besetzten Westjordanland stimmte nachdenklich, die demütige Gelassenheit, mit der sie gegen die Schwierigkeiten ankämpft, hoffnungsvoll.
In bester Erinnerung bleibt ein vielseitiges und in jeder Hinsicht bereicherndes Reiseerlebnis, das zudem einen differenzierten Einblick in tagesaktuelle politische Fragen ermöglichte.
Walter Kaiser

Bereitgestellt: 23.02.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch