Zum Weiterdenken

DenkZeit —  http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/denkzeit/logo-denkzeit-100~_v-img__16__9__l_-1dc0e8f74459dd04c91a0d45af4972b9069f1135.jpg?version=7b7a5 
<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-thalwil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>480</div><div class='bid' style='display:none;'>5141</div><div class='usr' style='display:none;'>89</div>

In seinem Buch „Wenn guten Menschen Böses widerfährt“ zitiert der Rabbiner Harold Kushner aus einem Essay über Hiob.
Ulrich Bona,
Dort heisst es:
„Wir lieben Gott nicht deshalb, weil Er vollkommen ist. Wir lieben Ihn nicht, weil Er uns vor Bösem bewahrt. Wir lieben Ihn nicht, weil wir uns vor Ihm fürchten oder weil Er uns ein Leid antut, wenn wir uns von Ihm abwenden. Wir lieben Ihn, weil Er Gott ist, der Urheber all der Schönheit und Ordnung um uns herum, die Quelle unserer Stärke und unseres Selbst und unserer Welt ist. Das bedeutet lieben. Liebe ist nicht Bewunderung von Vollkommenheit, sondern das Akzeptieren eines unvollkommenen Wesens mit all seinen Unzulänglichkeiten.“
Gott unvollkommen. Dass die Welt unvollkommen ist, damit fällt es uns ja schon schwer genug zu leben. Aber Gott unvollkommen – das ist eine ungewöhnliche Vorstellung. Und doch reizvoll: Gott unvollkommen. Was unvollkommen ist, lässt Raum für Entwicklung, Veränderung, Entfaltung. Vollkommenheit grenzt leicht an Perfektion. Was vollkommen ist, perfekt, ist fertig, abgeschlossen, Ende. Gott unvollkommen dagegen kann überraschend sein, wandlungsfähig, faszinierend …
Pfr. Ulrich Bona, aus der Predigt vom 22.1.2017

Bereitgestellt: 23.02.2017     Besuche: 12 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch