Petra Rüdisüli

BFA-FASTENOPFER – PARTNER SEIN

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„Geld gewonnen – Land zerronnen“
Zur Ökumenischen Kampagne 2017
Ulrich Bona,
Seit einigen Jahren bedroht ein neues Phänomen die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen: der Verkauf und die Verpachtung grosser Landflächen an ausländische Staaten und Investoren. Besonders verbreitet in Afrika und Asien, nimmt „Land Grabbing“ auch in Europa zu.
«Land Grabbing» betrifft rund um den Globus riesige Flächen Land. Schätzungen bewegen sich zwischen 43 Millionen bis zu 200 Millionen Hektar – was ungefähr der Fläche Westeuropas entspricht. So viel Land wurde seit 2007 an ausländische Regierungen, an Finanzakteure, Konzerne und Privatpersonen verkauft oder verpachtet – Tendenz steigend. Verursacher sind Staaten wie Saudi Arabien oder Südkorea, die im Zuge der Nahrungsmittelkrisen neue Anbauflächen für ihre Bevölkerung suchten, Finanzakteure, die Land und Wasser im Zuge der Finanzkrise als sichere Anlagen entdeckten, Konzerne und Investoren, die auf den Agrotreibstoffboom aufspringen wollten. Unterstützung erhalten sie von Regierungen und multinationalen Institutionen, die sich davon wirtschaftlichen Aufschwung und Entwicklung erhoffen – oder auch nur privaten Profit. Besonders davon betroffen sind Afrika und Asien, doch auch in Europa und Australien nimmt der Ausverkauf von grossen Landflächen laufend zu – sei es für den industriellen und grossräumigen Anbau von Nahrungsmitteln, Futtermitteln, pflanzlichen Rohstoffen, Agrotreibstoffen oder als reines Spekulationsobjekt.
In der Ökumenischen Kampagne 2017 „Land muss dem Leben dienen und nicht dem Profit“ weisen Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein auf den Landraub als Folge der Expansion von Grossplantagen hin. In den Monokulturen, welche die Ernährung von Bauernfamilien gefährden, steckt auch Schweizer Geld.

Unterwegs mit dem Fastenkalender
Land bedeutet Leben. Wir bauen auf dem Land nicht nur unsere Nahrung an. Boden ist auch ein Sinnbild für Heimat, Verwurzelung, Freundschaft. Im diesjährigen Fastenkalender, der erstmals dieser Ausgabe beiliegt, erlaufen wir neue und auch bekannte Böden. Wir gehen den eigenen Weg und einen Teil mit unseren Partnern im Süden. Wir treffen mit ihnen auf Widerstände und entdecken neue Wege. Am Sonntag geniessen wir die Rastplätze. Ein ganz besonderer Weg erwartet die Wandernden in der Karwoche.

Die Ökumenische Kampagne in unserer Gemeinde
Die Ökumenische Kampagne von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein prägt das Leben in unserer Kirchgemeinde in den nächsten 40 Tagen bis Ostern: in Gottesdiensten, im Religionsunterricht, beim ökumenischen Sonntag. Vielen Dank für Ihr Mittragen durch Ihre Teilnahme an unseren Anlässen, dem Kauf des speziellen „Brot zum Teilen“ bei der Bäckerei Widmer in Thalwil oder Langnau und durch Ihre wertvolle Spende!
Im Namen von Kirchenpflege und Gemeindekonvent: Pfr. Ulrich Bona
Bereitgestellt: 20.02.2017     
aktualisiert mit kirchenweb.ch